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1. KapitelOlsen schob die leere Kaffeetasse an den Rand des Schreibtisches, lehnte sich zurück. Wickelte einen in grellfarbenes Papier verpackten Kaubonbon aus und steckte ihn in den Mund. Gnautschte. Betrachtete das Büro, als hätte er es soeben zum erstenmal gesehen, obwohl sein Name auf dem immer noch provisorischen Schild an der Tür bereits seit Jahren vergilbt war. Es hatte sich nichts verändert, von gelegentlichen Renovierungen abgesehen. Neben der Tür stand ein Garderobenschrank, ein Terminal, auf der anderen Seite ein Aktenschrank und zwei Hängeregale. Zwischen den Fenstern zwei mit der Stirnseite aneinandergeschobene Schreibtische, davor zwei Besucherstühle. Im übrigen ein Telefon, eine Wechselsprechanlage, ein grünlackierter Panzerschrank und ein dahinsiechender Gummibaum. Nüchtern, ungemütlich. Der Gedanke, in diesem Büro sein Leben bis zum Ruhestand zu verbringen, hatte wenig Erhebendes an sich. Und trotzdem war es eine Art Zuhause. Vielleicht, weil man zwischen seinen Ansprüchen eine scharfe Grenze zog: Zu Hause war es zu gemütlich, um zu arbeiten - und hier wollte man nicht wohnen.Er betrachtete den emsig schreibenden, keine Sekunde aufblickenden Kollegen gegenüber. Der zweiund-dreißigjährige Joachim Knecht war erst vor vier Wochen aus der Hauptstadt gekommen. Versetzt worden. Wohl kaum freiwillig, denn welchen Grund könnte es für den durch die Mittel eines gut ausgerüsteten Apparates verwöhnten und von einer Vielzahl von Experten und Kriminaltechnikern unterstützten Kollegen geben, sich in ein ereignisloses Kreisstädtchen an der Küste versetzen zu lassen? Von den Annehmlichkeiten einer