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»II Papa!«
Erst war es nur ein einziger Schrei, der das Raunen durchbrach, dann schwoll er zu vielstimmigem Jubel an, der am rechten Nebenportal begann und sich wie eine Woge von Pilgergruppe zu Pilgergruppe fortsetzte, aufbrandete bis in die mächtige Kuppel des Petersdoms hinauf. »II Papa, 11 Papa! Viva il Papa!«
In die Schweizergardisten, die — sehr malerisch in ihren mittelalterlichen Landsknechtuniformen, den Helm auf dem Kopf, die lange Hellebarde in der Rechten — um den Hochaltar gruppiert waren, kam Bewegung, die tausendköpfige Menge auf den Tribünen erhob sich wie ein Mann.
»Er kommt!« flüsterte Anette Sörgel und kniff ihren Verlobten aufgeregt in den Arm.
Sie stellte sich auf die Zehenspitzen, um von der Diplomatentribüne herab am Hochaltar vorbeispähen zu können, dorthin, wo in diesem Augenblick die Sänfte, getragen von vier Sänftenträgern, Sediarii genannt, hoch über den Köpfen der Gläubigen sich schwankend näherte. Papst Paul V[. wurde sichtbar, eine weiße schmale Gestalt, die mit großer und doch bescheidener Gebärde nach links und rechts segnend grüßte — mit ernsten Augen, ein Lächeln um den schmalen, gut geschnittenen Mund.