Bővebb ismertető
Die großen fürstlichen Kunstsammlungen des Barock dienten in erster Linie dem Bestreben der feudalen Herrscher, ihrer Ökonomischen und politischen Machtstellung durch Reichtum an Kunstwerken sichtbaren Ausdruck zu verleihen. So enthielten die weiträumigen Schlösser eine Frille von kostbaren Gemälden, Skulpturen, Möbeln und kunsthandwerklichen Gegenständen. Die Auswahl der Kunstwerke erfolgte noch nicht nach wissenschaftlich-systematischen Gesichtspunkten, man erstrebte vielmehr ein wirkungsvolles dekoratives Gesamtensemble, das die Werke der zeitgenössischen Kunst ebenso wie die vergangener Epochen umfaßte. Waren die Gemäldegalerien der barocken Residenzanlagen in einem Saal oder in mehreren Räumen der Schlösser untergebracht, so entstand mit der Bildergalerie von Sanssouci erstmals in der Museumsgeschichte ein selbständiges, außerhalb des Schloßkomplexes liegendes, eigens für diesen Zweck errichtetes Gebäude. Mit der Ausarbeitung der Pläne hatte König Friedrich II. von Preußen im Jahre 175^ den Landbauraeister Johann Gottfried Büring beauftragt, nach dessen Entwürfen zur gleichen Zeit auch das chinesische Teehaus im Park von Sanssouci geschaffen wurde. Der Siebenjährige Krieg verzögerte jedoch die Fertigstellung, so daß der Bau erst 176^f vollendet werden konnte.
Schon im Jahre 17^34, noch bevor der Auftrag zum Bau der Bildergalerie erteilt worden war, beschäftigte sich Friedrich 11, mit dem Ankauf von Gemälden für seine neue Ssimmlung. Wahrend Friedrich II. zuvor die Werke französischer Meister des 18, Jahrhunderts bevorzugte, wandte sich sein Interesse nun der Malerei der italienischen Renaissance und des flämischen und italienischen Barock zu. Die Gemäldeankäufe, die von Agenten in zahlreichen Städten getätigt wurden, ließen die Sammlung schon nach fünfzehn Jahren auf eine Anzahl von 168 Bildern anwachsen. 1830 wurden die wichtigsten Stücke der Bildergalerie dem in Berlin eröffneten Museum übereignet. Nach dem 1. Weltkrieg konnte mit Hilfe von alten Beschreibungen und Hängeplänen die Galerie weitgehend in den ursprünglichen Zustand versetzt werden.
Die Verluste des 2. Weltkrieges, die etwa zwei Drittel des im Katalog von 1930 aufgeführten Bestandes umfassen, machten es nunmehr unmöglich, den Originalzustand wieder herzustellen. Dennoch mußte es die Aufgabe der Neueinrichtung sein, eine dem Charakter dieser höfischen Galerie entsprechende Anordnung und Auswahl der Gemälde zu treffen. Um den alten Ensembleeindruck zu erreichen, wurden daher die Gemälde in dichter Reihung gehängt. Auch die Gruppierung der Bilder folgt der Einteilung