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VORWORT ZUR ERSTEN AUSGABE Den Grundstock des Museums bildet die Instrumentensammlung des Hofrats Dr. Alois Obrist, die nach dessen Tode von seinem Brúder, Herrn Prof. Dr. Hermann Obrist in München, dem Bachhaus als Stiftung überwiesen wurde. Die ansehnliche Sammlung, in der namentlich die Familie der Violen und die Klavierinstrumente in schönen und historisch wertvollen Exemplaren vertreten waren, wies in mancher Beziehung, z. B. bei den Rohrblattinstrumenten, starke Lücken auf, doch konnte sie in glücklichster Weise ergánzt werden durch verschiedentliche Instrumente, die der Leiter des Bachmuseums im Laufe der Jahre erworben hatte. Auch war es möglich, den Violinchor weiter auszugestalten und durch interessante Instrumente zu vermehren, so dafó jetzt in dieser Gruppé ein ziemlich vollstándiges Bild von den verschiedenen Spielarten gegeben wird, die neben den Haupttypen auftraten. Es sind somit zwei Sammlungen verschmolzen worden; in dem Verzeichnis werden alle Instrumente, die aus dem Besitze der Neuen Bachgesellschaft stammen, durch einen * hinter der Nummer gekennzeichnet. Die Aufstellung der Instrumente erfolgte unter Zusammenfassung der einzelnen Gruppén und Familien, doch muíke sie sich auch den vorhandenen ráumlichen Bedingungen anpassen, da es die Beschaffenheit des altén Hauses unmöglich machte, sich bei dem Um- und Ausbau des Raumes von museumstechnischen Prinzipien leiten zu lássen. Der vorliegende Katalog soll dazu dienen, durch verschiedentliche Hinweise auf die Musikpraxis des 18. Jahrhunderts die Instrumentensammlung in engere Beziehung zum Wirken Joh. Seb. Bachs zu bringen und das Interesse an den Instrumenten jener Zeit, die heutigentags aufier Gebrauch gekommen sind, zu wecken und zu stárken. Und da er den Besuchern übergeben wird, ist es dem Unterzeichneten eine willkommene Gelegenheit, dem hochverehrten Herrn Dr. G. Bornemann seinen wármsten Dank auszusprechen für alle Teilnahme und die tátige Mitwirkung, durch die er jederzeit Anregung gab und wesentlich zur Förderung des Ganzén beitrug. Eisenach, September 1913 Edward Buhle