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I. Kapitel.
Endlich war man mit dem Essen fertig, und der alte Hector Champion saß wie Lucullus, weiß und aufgedunsen, ein hohes, geschliffenes Burgunderglas in den Fingern, ganz in den Anblick der geschmückten Tafel versunken. Er fand sie besonders schön mit den vier kunstvoll getriebenen Familienleuchtern, die er letztes Jahr aus dem Besitz der von Steuern erdrückten englischen Champions erstanden hatte, und der hohen Frucht-schale, gefüllt mit Mandarinen und blauen Trauben und einer Ananas als Mittelpunkt. In den kristallenen Gläsern, die auf einer vergilbten alten Spitzendecke standen, hingen noch Spuren der köstlichen Weine. In den niederen Gläsern das helle Gold des Chablis, in den flachen Schalen das tiefere des Champagners und in den hohen geschliffenen Kelchen das leuchtende Rot des Romanee Conti. Und jetzt erfüllte das dunkel leuchtende Braun Cognacs die Luft mit zartem und müdem Duft. Hector war so hingenommen von all der Schönheit, daß er für einen Augenblick die Angst, die in ihm wühlte, vergaß. Er hatte nichts gegessen als ein wenig Zwieback, nichts getrunken als ein Glas Vichy, und morgen würde man ihm vielleicht sagen, daß er nur noch drei Monate zu leben hätte.
In dem Raum, der die Tafel umrahmte und fast klein erscheinen ließ, wirkte sie noch üppiger und bezaubernder. Es war ein Saal aus dem Palast eines Kardinals. Man hatte ihn Stück für Stück aus der Rue de Varenne nach