Bővebb ismertető
Unser Kontinent ist in Bewegung geraten. Das Europa, von dem wir seit 40 Jahren sprachen und das wir gemeinsam bauen wollten, erstreckte sich bis zur Elbe. Diesseits und jenseits des Eisernen Vorhangs entstanden zwei radikal verschiedene Wirtschafts- und Gesellschaftssysteme ohne die geringste Aussicht auf eine gemeinsame Zukunft. Die tiefgreifenden Umwälzungen, die seit Ende der achtziger und zu Beginn der neunziger Jahre in Mittel- und Osteuropa stattfanden und stattfinden, haben jedoch diese Gegebenheiten von Grund auf verändert. Das Ende der Blockpolitik, die Aufhebung des Monopols der Kommunistischen Partei, wenn nicht gar des Kommunismus, die ersten Reformen zur Einführung der Demokratie und die Durchführung von demokratischen Wahlen in den mittel- und osteuropäischen Ländern erwecken die Hoffnung auf eine gemeinsame gesamteuropäische Zukunft auf dem Fundament gemeinsamer Werte. Und so beginnt man, sich über die Form dieses Europa mit neuen Konturen Gedanken zu machen — ein gemeinsames Haus, eine Konföderation, ein Rat für europäische Zusammenarbeit und andere Formen mehr. Der Europarat nimmt an diesen Überlegungen sehr intensiv teil.
Angesichts der sich überschlagenden Ereignisse und der Dringlichkeit der Bedürfnisse können wir es uns auf keinen Fall leisten, mit verschränkten Armen abzuwarten, bis der perfekte Aufriß dieser neuen europäischen Architektur entstanden ist. Nach wie vor ist Europa der Gefahr von Instabilität und Spannungen verschiedenster Art ausgesetzt. Hier und dort droht wirtschaftlicher Zusammenbruch. In dieser Situation ergeben sich zwei notwendige Voraussetzungen für die europäische Architektur: Zum einen muß unser Kontinent über einen Pol wirtschaftlicher und politischer Stabilität verfügen und zum anderen benötigen wir tragfähige Strukturen für die Aufnahme und Mitarbeit der