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VorwortDas Leben Vincent van Goghs ist seit der weltweiten Anerkennung seines Genies geradezu beispielliaft für die gesellschaftliche und menschliche Isolierung geworden, in die der freischaffende Künstler schon während der Jahre des Übergangs vom vormonopolistischen Kapitalismus zum Imperialismus gedrängt wurde.Van Gogh erlitt trotz seines unermüdlichen Strebens nach Gemeinschaft die Vereinsamung in allen Lebenssphären: im Elternhaus und im Kunsthändlerberuf, auf der Missionsschule und der Akademie und selbst im Kreise seiner Malerkollegen. Nur einen Weg sah er, sich als Mensch und Künstler in der durch Bach- und Warenbeziehungen bestimmten kapitalistischen Welt, in der ,,das Materielle an die Stelle des Sittlichen" getreten war, zu behaupten: dem Bürgertum zu entwachsen, dem er von Geburt her angehörte, und sich dem Proletariat zu verbinden, das er als den künftigen Träger der Gesellschaft erkannte.Die Arbeiter, denen er mit seiner Kunst ,,die Sonne bringen" wollte, konnten damals noch nicht sein Publikum sein, dazu fehlten die Voraussetzungen; daß diese eines Tages geschaffen werden würden, davon war Vincent zutiefst überzeugt. ,,Wir leben im letzten Viertel eines Jahrhunderts, das wie das vorige mit einer gewaltigen Revolution enden wird", schrieb er seinem Bruder Theo und fügte bedauernd hinzu: ,,Die Zeiten des helleren Himmels und der Erneuerung der ganzen Gesellschaft nach diesen großen Stürmen werden wir sicher nicht mehr erleben".