Bővebb ismertető
I Das Gelobte LandDAS LAND ZWISCHEN WÜSTE UND MEER DREI RELIGIONEN DIE SEHNSUCHT NACH FRIEDEN NOCH IMMER AUE DEM WEG NACH GOLGATHA! VÖLKER UND STAATEN DAS ERBE PALASTINASViele Jahrhunderte lang war für Millionen Mensdien ein kleiner Landstrich zwischen Wüste und Meer das Gelobte Land. Anhänger dreier Religionen zogen nach Palästina, um ihrem Gott in Jerusalem nahe zu sein. Es waren nicht nur friedensuchende Pilger, sondern zu oft auch Gepanzerte, die Elend und Leid über die Menschen des Landes am Jordan brachten. Gelitten haben die Völker am Jordan viel, und noch in unseren Tagen ist die Sehnsucht des Propheten Micha nicht erfüllt worden: Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen. Es wird kein Volk wider das andere ein Schwert erheben Ein jeder wird unter seinem Weinstock und Feigenbaum wohnen, und niemand wird sie schrecken. (Micha 4,3. 4)Gequält wie Jesus auf dem Wege nach Golgatha ziehen Millionen Palästinenser auf den staubigen Straßen des Elends, eines Elends, das mit Zitaten aus der Heiligen Schrift nicht entschuldigt oder begründet werden kann. Es sind nicht die Religionen, die an dem Blutvergießen und der Verzweiflung schuld sind, wie sie über die Menschen Palästinas gekommen sind. Es liegt auch nicht an der Rasse, der Landschaft oder dem unversöhnlichen Haß zwischen Völkern, daß immer noch kein Frieden unter den Oliven Hebrons oder in den Apfelsinenhainen Jaffas herrscht.Der hier vorgelegte Band setzt sich nicht das Ziel, die Konflikte der letzten einhundert Jahre nachzuzeichnen, er will auch keine Geschichte der aus Palästina hervorgegangenen oder mit diesem Land ver-bundenen Religionen sein wie auch nicht eine Geschichte der sie tragenden Gemeinschaften. Er möchte vielmehr die Geschichte der Völker beiderseits des Jordans verfolgen, vom Anbeginn bis in das vergangene Jahrhundert, in dem das neue Leiden der Völker begann.Der Autor möchte ihn vor allem als einen Beitrag zum Verständnis der Menschen zwischen Wüste und Meer aufgenommen wissen, als eine Einführung in das Werden und Vergehen von Staaten und Gemeinschaften beim Fortbestand der Bevölkerung, in der bei allem Wechsel der Herren, Sprachen und Kulturen eine Kontinuität der Arbeit, der Leistungen und des Leidens begründet war. Es soll eine Geschichte der Menschen sein, die im Lande beiderseits des Jordans lebten, arbeiteten und der Welt Unvergängliches gegeben haben, denn auch Europas Kultur ist in vielem von jenem geprägt, was im alten Palästina entstand, aufgenommen und von hier aus weitergegeben wurde. So ist es ein Stück Weltgeschichte, das sich hier entfalten soll.Die Vielfalt der Bande zwischen Europa und Palästina läßt aber auch ihre Darstellung schwer werden. Namen erscheinen und verschwinden, tauchen in anderen Formen wieder auf, und so gerät der Historiker bei der Abfassung eines allgemeinverständlichen Buches in fast unlösbare Probleme, allein schon bei der Umschrift der Orts- und Personennamen. Gesucht und verwandt wurden Formen, die sich eingebürgert haben beziehungsweise phonetisch relativ eindeutig reproduzierbar sind.9