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Meine Herkunft liegt in Dunkel gehüllt. Ich besitze gerade nur jene Papiere, die die Behörden zu beruhigen vermögen, wenn sie die rechtmäßige Existenz eines Bürgers anzweifeln. Meine Mutter starb bei meiner Geburt. Seitdem lieben mich die Frauen.
Von meinem Vater weiß ich nicht einmal den Namen. Es heißt aber, daß er in der Welt der Anmut und der Schönheit daheim gewesen sei. Wahrscheinlich ist es ein Erbstück von seiner Seite, daß Frauenhaar auf mich eine gewisse Faszination auszuüben vermag. Er war ein Mann des Geschmacks, um nicht zu sagen der Kunst, und sah auf viele Köpfe herab, denn er war - Friseur. Dennoch wuchs ich auf einem richtigen Schlosse auf und bin, seit ich zu denken vermag, an den Umgang mit Grafen, Gräfinnen und Komtessen gewöhnt. Mein Taufpate war Franz Joseph Ladislaus Christoph Graf Solva. Er übernahm dies würdige Amt, weil der Pfarrer ihn darum bat, und suchte mit viel Sorgfalt die Namen für mich aus. Man erzählt, daß Franz Joseph, dem das Glück, einen Sohn zu haben, bisher versagt war und auch versagt bleiben sollte, eine ganze Nacht damit verbracht habe. Er machte mir mit dieser Bemühung ein Geschenk, das mir das Leben später sehr erleichterte. Kurzum, er nannte mich Vitus Alexander Franz Joseph Salvator. Neben diesen erlauchten Namen hätte sich der Mädchenname meiner Mutter, Spohr, geradezu armselig ausgemacht, hätte es nicht einen alten kaiserlichen General Graf Spohr gegeben, mit dem mich später so mancher, der Bildung und Art hatte, ganz unverdient in Verbindung brachte. Ich wuchs also auf einem Schlosse auf. Es liegt in einer Landschaft, die »in den Büheln« heißt und die schon mehr vom Klima der Adria als dem der Alpen beeinflußt ist. Auf den Büheln gedeiht vielfach Wein, herrliche süße, moussierende Sorten, von
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