Bővebb ismertető
Vor fast genau einem Jahre schrieb ich mit einem gemischten Gefühl, in dem sich Sorge und Optimismus die Waage hielten, das Vorwort zu meinem Buch ,,Vom Einmaleins zum Integrál". Was mir damals mein Optimismus zuflüsterte, ist überreichlich in Erfüllung gegangen. Die deutsche Ausgabe hat inzwischen die vierte Auflage (das zehnte bis vierzehnte Tausend) erreicht und einige Übersetzungen in fremde Sprachen werden demnáchst erscheinen. Doch auch die Sorge hat mich nicht verlassen. Trotz des günstigen Votums Sachverstándiger, trotz eines weiteren Jahres angestrengten Studiums, fühle ich mich heute ebensowenig als Fachmann wie vor einem Jahre. Und darum lag es mir neuerlich ob, auch diesmal nur mein Erlebnis der Geometrie aufzuzeichnen, wobei ich alle Verpflichtungen eines wissenschaftlich Arbeitenden nach Kráften auf mich zu nehmen suchte, ohne dessen Berechtigungen zu beanspruchen. In einem Punkte jedenfalls wurde ich in beispielloser Art bestátigt. In meinem Glauben námlich, dafi mein Wahlspruch, der Mensch sei im tiefsten gescheit, eine Tatsachengrundlage besitze. Ich zweifelte nie an kulturellen Möglichkeiten und überlasse es getrost gewissen ,,geistigen" Produzenten, ihre eigene Lüsternheit nach Talmi-Erzeugnissen mit der Lüsternheit des Publikums zu verwechseln. Ein bedeutender Mathematiker, der schon vor mehr als vierzig Jahren als Hörer des berühmten Lampe in Gharlottenburg ahnliche Ansichten vertrat, schrieb mir, der Erfolg meines Buches sei ihm ein Symptom, dafi die ,,mathematische Morgenröte" anbreche. Von allén Altersstufen und aus allén Kreisen der Bevölkerung mehrerer Lánder erreichten mich