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ERSTER TEIL
Was ich sagen habe
AS ich zu sagen habe? Vor allem dies: für zaghafte
Naturen, konventionell Denkende, ängstlich um „das
Hergebrachte" Besorgte, für Leute, welche dem „Was wird die Welt davon sagen?" noch Bedeutung geben, sind die folgenden Aufzeichnungen nicht bestimmt. Sie tun besser, das Buch gar nicht zur Hand zu nehmen, nicht einmal darin zu blättern; Ärgernis könnte ihnen daraus entstehen.
Ärgernis zu geben ist aber nicht meine Absicht; viel eher Warnung. Vielleicht: wie man sein Leben nicht einrichten soll; vielleicht aber auch: daß die Wahrheit sagen und mutig die Lüge in Worten und Taten vermeiden doch noch das Beste im Leben ist; es erhält und erhöht die Selbstachtung, erwirbt und bewährt Freundschaft und der erworbenen Freunde Wertschätzung.
Diese Erinnerungen eines sturmbewegten Lebens sind für freie, frei denkende Menschen bestimmt, die auf hoher Warte, weit über der Konvention stehend, in eine Zukunft schauen, in welcher der Einzelne, nicht mehr geknechtet von Familien-und Gesellschaftsvorurteilen, sein Dasein einrichten kann, wie es seiner Individualität zusagt, vorausgesetzt, daß er andere damit nicht schädigt; einer Zukunft, in der das Weib der edle, gute und verständnisvolle Kamerad des Mannes sein wird: nicht mehr angesehen als seine Haussklavin oder sein Lust-und Vergnügungsinstrument oder, im noch schlimmeren Falle, seine Feindin.
Also noch einmal den leicht Erschrockenen die Warnung: nicht lesen!
Den Freien, Mutigen die Bitte: lesen, aber mit dem guten Willen, die Schreiberin zu verstehen in all den Fällen, wo ihr Schicksal von den Höhen in die Tiefen, ja vielleicht bis zum
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