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Vorwort
Die hier gesammelten Erzählungen habe ich bis auf drei ->Mein Jerusalem<, >Hadera< und >Von der Erinnerung ge-weckt< - nicht zur Veröffentlichung geschrieben. Ich schrieb sie impulsiv, sozusagen aus dem Bauch (um nicht zu sagen aus dem Herzen], versuchte den Knoten eines Schmerzes zu lockern, Wut abzulassen, einen Menschen und dessen sonderbare Handlungen und Reaktionen zu begreifen, mich mit der Schilderung einer komischen Situation zu erheitern.
Ich kann über vieles, was mir passiert ist, nicht sprechen, weinen schon gar nicht, lachen selten. An der Schreibmaschine kann ich das alles. Sie ist für mich das, was für andere der Beichtvater war und der Psychotherapeut ist. Sie wird geradezu menschlich, wenn ich sie einschalte, meine Finger auf ihre Tasten lege und sie schnurren höre. Sie ist bereit, mich auf meinen Wanderungen in die Vergangenheit oder in die Psyche eines Menschen, durch eine Landschaft oder eine Stadt zu begleiten.
Als ich die Erlösung, die ich durch das Schreiben erfuhr, zum ersten Mal entdeckte, war ich vierundzwanzig Jahre alt. Mein Vater war kurz zuvor gestorben, und damit hatte ich den letzten Halt, den letzten geliebten Angehörigen verloren. Ich lebte in München, und es ging mir seelisch und körperlich sehr schlecht. Warum ich in dieser Situation auf den Gedanken kam, mich in die bayerischen Wälder und dort in eine Pension, die wie ein Knusperhäuschen aussah, zu verkriechen, weiß ich nicht mehr. Vielleicht suchte ich die totale Einsamkeit oder