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Vorwort
Täglich erscheinen in der Weltpresse kuriose Meldungen über die Launen Fortunas: Da bleiben Menschen kopfüber in einer Achterbahn stecken, lebt jemand 17 Jahre lang bei den falschen Eltern oder wird eine Hausfrau aufgrund einer Fehlüberweisung um etliche Millionen reicher. Technische und menschliche Fehler, erfolgreiche Improvisationen, absurde Kettenreaktionen und schlimmstmögliche Wendungen bestimmen dabei das Schicksal und machen die einen zu Glückspilzen und die anderen zu rabenschwarzen Pechvögeln.
Das 20. Jahrhundert hat unzählige solcher skurriler Meldungen hervorgebracht, und die Medien - vor allem die Illustrierten und die Boulevardpresse - haben sie eindringlich auf Seiten wie »Panorama«, »Chronik« oder »Aus aller Welt« dokumentiert. Wochenlang sorgte im Sommer 1994 die Suche nach dem Alligator »Sammy« in einem Baggersee für Schlagzeilen. Und fast ebenso lange dauerte es im selben Jahr, bis der Lotto-Jackpot von 42 Millionen Mark geknackt war. Paris verteilte Extrablätter auf den Champs-Elysees, als 1913 die gestohlene »Mona Lisa« wiedergefunden wurde, und der Westen feixte, als 1979 zwei ostdeutschen Familien die Flucht aus der DDR in einem Heißluftballon gelang.
Der Leser staunt und schmunzelt über solche Meldungen, aber mitunter - etwa, wenn Apollo 13 »Houston, wir haben ein Problem« funkt oder in Lengede fieberhaft nach verschütteten Bergleuten gegraben wird - stockt ihm und der Welt der Atem. Glück und Pech stehen in solchen Meldungen ganz dicht nebeneinander. Mal gibt es Retter, mal Opfer, ein andermal Gewinner und Sieger, dann wieder Betrogene und Verlierer. In welche Richtung das Schicksal den Ausgang lenkt, hängt dabei von Zufällen ab, und die Tragweite ist unterschiedlich - mal harm-