Bővebb ismertető
Wallfahrt eines Rennfahrers
Der kleine Florian träumt davon, ein Rennfahrer 7.u werden. Die Zukunftspläne der Eltern, alle Lodcun-gen der Ferne, des Reichtums, des Studiums gelten ihm nichts. Er hat nur einen einzigen Wunsch für dieses Leben: Rennfahrer zu sein!
Paul und Hermanns Vater, der rote Vinz, hatten den Radfahrverein in Tundersdorf gegründet. Oft übten sie mit den Mitgliedern, lauter jungen Burschen, an Sonnabenden das Korsofahren auf der Landstraße. Hermann und ich liefen regelmäßig neben den langsam und genau ausgerichtet dahinfahrenden Sportlern her. Ein ganz großes Erlebnis meiner Kindheit war ein Radrennen, das durch unser Dorf führte und bei dem Paul den zweiten Preis holte. Schon in aller Frühe, bei Sonnenaufgang, als noch kein Mensch daran dachte, an die Straße zu gehen, standen wir beide dort, in der Morgenkühle, schaudernd, zitternd, und warteten, warteten auf die Renner. Die Straßenränder belebten sich mehr und mehr; aus nah und fern strömten Menschen herbei. War das eine Spannung, eine Nervenprobe, ein Gucken und Schwatzen und Stampfen, bis endlich, endlich ein Jubel losbrach. Sie kommen! Sie kommen! - Weiße Punkte erschienen in der Ferne. - Zurück! Zurück! - Die Straße frei! - Vornüber gebeugt, in der tiefgebogenen Lenkstange liegend, rasten sie daher, die Pedale kurbelnd, die Gesichter starr geradeaus, halbnackt, jeder einen Streifen Straßendreck über Bauch, Brust, Gesicht und Rücken, kaum zu erkennen. - Husch, husch husch - vorbei, vorbei, vorbei. - Vinz führte, Paul dicht hinter ihm. - Ein Johlen, Schreien, Brüllen: Paul, Paul Vinz, Vinz
3