Bővebb ismertető
Vorwort Die Aufgabe, historische Ereignisse als Zusammenhang zu erkennen und darzustellen, wird besonders schwierig, wenn Menschen in einfluBreicher Position es vorziehen, sich in Stillschweigen zu hüllen über Dinge, die sie früher einmal wuBten, und über das, was sie selbst getan oder auch nicht getan hatten. Die Verbrechen in ihrer Abscheulichkeit, die im Jahr 1944 in Ungarn begangen wurden, schufen einen luftleeren Raum. Als Sándor Szenes seine Forschungen über die Folgen der Besetzung von Ungarn durch die Deutschen am Ende des zweiten Weltkriegs begann, fehlte es völlig an Beweismaterial für die Beantwortung von kritischen Fragen. Schon ehe die Massendeportationen der jüdischen Bevölkerung durchgeführt wurden, waren in Budapest Meldungen darüber im Umlauf, was die Deportationen in Wirklichkeit bedeuteten. Eine genaue Dokumentation über empfangene Warnungen und deren Bekanntmachung war unbedingt nötig. Szenes fand die Lösung für dieses Problem, indem er Personen interviewte, die unmittelbar in dem Versuch involviert waren, im Sommer 1944 der politischen Führung und der Kirchenführung Berichte über Auschwitz zu liefern. Seine Interviews stellen das fehlende Bindeglied in einem dramatischen Abschnitt der Geschichte dar. Meine persönliche Beteiligung an dieser Aufgabe begann, als ich von Sándor Szenes und seinen Entdeckungen erfuhr und als es mir klar wurde, daB die Berichte über die Vernichtungslager, die die Geschehnisse in Budapest tiefgehend beeinfluBt hatten, in ihrer Bedeutsamkeit weit über den Bereich der ungarischen Geschichte hinausgingen. Die Berichte zwangen schlieBlich Regierungsháupter und führende Reprásentanten der Kirchen auBerhalb des deutschen EinfluBbereichs, sich mit der Realitát der Massenvernichtungen auseinanderzusetzen und dazu Stellung zu nehmen. Ich habe einerseits versucht, die Reaktionen zu beschreiben, die diese