Bővebb ismertető
Betroffen vom Sterben der Mitmenschen
lm ganzen menschlichen Leben gleicht an aufwühlender Eindringlichkeit kein Erlebnis der Betroffenheit dem vom Sterben eines Mitmenschen. Wer es zum ersten Male erfáhrt, wie ein anderer, mit dem sein eigenes Leben durch innigste Bande verknüpft war, jáh von seiner Sei-te gerissen wird, wer zum ersten Male neben einem Menschen steht, dessen Lippen nicht mehr sprechen, dessen Au-gen nicht mehr sehen können, wird in der Unversehrtheit seines eigenen Le-bens aufs schmerzlichste getroffen. Le-bendige Bande werden durchschnitten, blutende Wunden bleiben zurück. Er-lischt ein Menschenleben reif, ausgelebt und vollendet, kommt der Tod wie auf Rethels bekanntem Bilde als Freund zum altén Türmer, dessen Leben müde ge-worden, so mag der Schmerz des Ab-schieds bittér sein, aber er hat nicht den Charakter jener Untröstlichkeit, wie wenn ein mit uns verbundener Mensch jáh aus dem Leben gerissen wird, dessen Leben noch eine unentfaltete Knospe war, den groBe edle Pláne bewegten, die nun unvollendbar liegenbleiben müssen