Bővebb ismertető
Einleitung
nm i.k
Die europäischen Intellektuellen -
ein neuer Gegenstand der Geschichtswissenschaft?
Seit etwa andertiialb Jalirzelinten beschäftigt sich die Sozialgeschichte mit den Intellektuellen als gesellschaftlicher Gruppe. Zunächst wandte sich die Forschung diesem neuen Gegenstand in Frankreich zu, wo die Wortschöpfung »Intellektueller« historisch gegen Ende des letzten Jahrhunderts auftauchte. In jüngerer Zeit zog auch die Geschichtsschreibung anderer europäischer und außereuropäischer Länder nach. In diesem Buch soll nun erstmals eine Synthese der Arbeiten über die Geschichte der Intellektuellen versucht werden. Doch da dieser Versuch im Rahmen einer Buchreihe erfolgt, die ein vergleichendes Bild auf europäischer Ebene bietet, stößt er angesichts der Besonderheiten seines Gegenstandes auf zwei Schwierigkeiten. Mit der ersten Schwierigkeit hat jede Synthese zu kämpfen. Es handelt sich um den ungleichen Entwicklungsstand der verschiedenen Forschungsarbeiten, die sich nicht ohne weiteres miteinander vergleichen lassen, weil es an gemeinsamen Grundelementen fehlt. Im europäischen Raum haben sich die nationalen Gegensätze, die unter anderem gerade auf das untersuchte Jahrhundert zurückgehen, in der Geschichtsschreibung und den intellektuellen Ansätzen niedergeschlagen, so daß hier ein besonders breites Spektrum unterschiedlicher Auffassungen anzutreffen ist. Diese Unterschiedlichkeit wird noch verstärkt von der zweiten Schwierigkeit. Die Intellektuellen gehören ohne Zweifel zu jenen Objekten historischer oder soziologischer Forschung, die innerhalb der verschiedenen Länder, aber auch auf internationaler Ebene die größten Diskussionen und Meinungsverschiedenheiten unter den Spezialisten der verschiedenen Sozial-