Bővebb ismertető
Einleitendes zum zweiten Bande.
Der Herr Verleger, dem meine Leser und ich in vieler Beziehung zu Danke verpflichtet sind, wünscht gleichzeitig mit dem vollständig neu bearbeiteten ersten Bande dieses Buches den zweiten herauszubringen. Ich aber kann zunächst an eine Neubearbeitung nicht herangehen, weil eine nicht leicht und vor Allem nicht schnell zu lösende Aufgabe vor mir liegt, wenn ich den Abschnitt, welcher die Anatomie der niederen Vertebraten behandelt, einigermaassen zu der Vollständigkeit bringen will, den der erste Band für das Säugergehirn bietet. Hoifentlich glückt das in nicht zu ferner Zeit mir und meinen Mitarbeitern. Dann soll das, was bisher nur in Umrissen und vorwiegend auf Grund eigener Arbeit gegeben werden konnte, ein reiferes Gewand tragen.
Zunächst werden deshalb die folgenden Abschnitte unverändert aus der 6. Auflage ausgegeben werden. Nur zweierlei möchte ich hinzufügen: h^in Titelverzeichniss der wichtigsten seit Ende 1900 gedruckten Arbeiten über die Anatomie des Gehirnes der niederen Vertebraten und eine etwas ausgedehnte Berichtigung der Abschnitte, welche das Stammganglion des Vorderhirnes betreffen.
Die Eintheilung des Stammganglions und speciell die Deutung seiner einzelnen Theile, welche S. 161 ff. versucht worden ist, kann ich nicht durchweg aufrecht halten. Auch muss vielleicht vom Stammganglion, sicher vom Riechapparat, ein Hirnbezirk getrennt werden, der etwa dorsal von der Gegend des hinteren Riechgebietes liegt, derselbe aus dem der Tractus zum Epistriatum entspringt. Dieses Gebiet ist bei verschiedenen Vertebraten ganz verschieden ausgebildet, erreicht z. B. bei den Vögeln, wo gerade die Olfactorii schwach entwickelt sind, ganz besondere Ausdehnung. Man könnte es vorläufig Lobus parolfactorius nennen, um seine Lage wenigstens anzudeuten.
Das Stammganglion der Fische speciell bedarf erneuter Untersuchungen, mit denen ich eben beschäftigt bin, weil hier principielle Dinge relativ einfach liegen.
Auch in dem besonders gut ausgebildeten Stammganglion der höheren Vertebraten wird vieles neu zu studiren sein.
Nachdem meine seit ca. 10 -Jahren ständig fortgesetzten Untersuchungen über das Vogelgehirn zu einem gewissen Abschluss gelangt.