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VORWORT ZUR ERSTEN AUFLAGE
Beten ist eine innere Notwendigkeit, Gnade und Erfüllung — Beten ist aber auch Pflicht, Mühe und Überwindung. So gibt es das Erlebnis, aber auch die Übung des Gebetes; seine Quelle, aber auch seine Schule.
Seine Schulen, sagen wir besser, und zwar von mancherlei Graden. Vor allem die Jesu Christi, wie das Neue Testament sie zeichnet. Die Person des Herrn ist ganz in Gebet getaucht. Immerfort geht die heilige Bewegung vom Vater zu Ihm und von Ihm zum Vater. Die Evangelien sprechen oft davon, so in der Stelle von seiner Taufe im Jordan (Lk 3,21); oder wenn sie erzählen, wie Er sich in die Einsamkeit zurückzieht, um zu beten (Lk 6, 12; 9, 18; 9, 28—29; 11, 1); oder im Bericht vom Letzten Abendmahl (Joh 17) oder von der Stunde am Ölberg (Mt 26, 36—44). Nur aus dieser Gebetsbeziehung heraus wird die Gestalt Jesu richtig gesehen und sein Leben verstanden. Er hat auch ausdrücklich über das Gebet gesprochen: so in der Bergpredigt, wo Er das rechte Beten vom Plappern der Heiden und vom Großtun der Pharisäer unterscheidet (Mt 6, 5—8); oder in jener denkwürdigen Stunde, da seine Jünger zu Ihm kommen und bitten: «Lehre uns beten, wie Johannes seine Jünger gelehrt hat», und Er ihnen das Vaterunser schenkt (Lk 11, 1—13). Weiter gibt es jene Schule, welche die Kirche in ihrer Liturgie
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