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Ballett der Kontinente
Merkwürdigerweise ist es einfacher herauszufinden, was in entfernten Galaxien geschieht, die zehn oder hundert Millionen Lichtjahre von uns entfernt sind, als zu sehen, was im Inneren der Erde, einige tausend Kilometer unter unseren Füßen, passiert. Es gibt für die Wissenschaftler tatsächlich noch keine Möglichkeit, das Erdinnere durch direkte Beobachtung zu erforschen. Die tiefsten Bergwerksstollen reichen nicht weiter als 3.700 m in die Tiefe; die tiefste Bohrung, die 1984 auf der Halbinsel Kola in der Sowjetunion niedergebracht wurde, erreichte schon 12.000 m. Das ist ein Rekord, aber eigentlich doch nur ein lächerlicher, kleiner Kratzer an der Erdkruste, wenn man bedenkt, daß der Erdmittelpunkt 6.370 km unter der Erdoberfläche, also 530 mal tiefer liegt. Das ist ungefähr so, als ob man mit einer Nadel ein Zehntel Millimeter tief in die Schale einer Grapefruit sticht.
Es ist also leider fast unmöglich, in die Erde einzudringen, und selbst wenn der sowjetische Rekord einmal gebrochen werden sollte, werden wir doch nie unter die Erdkruste vorstoßen können. Was wir vom Inneren unseres Planeten wissen, stammt von indirekten
Messungen, die auf der Ausbreitung der Erdbebenwellen beruhen. Wenn irgendwo auf der Erde ein Erdbeben stattfindet, breiten sich die Wellen, die von dieser Erschütterung hervorgerufen werden, in alle Richtungen aus, auch ins Erdinnere. Nach einer kürzeren
Wie Vulcanus, bei den Römern der Gott des Feuers und der Schmiedekunst, verwandeln auch die Vulkane feste Materie durch einen Schmelzprozeß in eine flüssige Masse. 3