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Vorwort zur 8. AuflageErfreulicherweise wurde die 7. Auflage des Waffenlexikons" in verhältnismäßig kurzer Zeit abgesetzt, so daß ein unveränderter Neudruck nötig wurde. Es ist aber geplant, während der Laufzeit dieser Auflage, ähnlich wie bei der 6. Auflage, bei Vorliegen von wichtigem und genügendem IVIaterial eine Ergänzung erscheinen zu lassen.Mitteilungen über Neuerungen auf allen einschlägigen Gebieten wie auch Anregungen zu sonstigen Ergänzungen, aber auch Mitteilungen über auslaufende Fabrikation sowie evtl. literarische Hinweise werden an den Verlag erbeten.Vorwort zur 7. Auflage des WaffenlexikonsWieder soll eine Neuauflage dieses Buches dem Leser möglichst viel Wissenswertes bringen, unter besonderer Berücksichtigung dessen, was zu dem Inhalt der vorigen Auflage und des Nachtrages 1965 in den letzten Jahren an Interessantem hinzugekommen ist. Über das Waffengebiet hinausgehend soll dieses Lexikon nachwievor die deutschsprachige Enzyklopädie des jagdlichen und sportlichen Schießwesens bleiben, die nicht veralten darf. Die meisten meiner früheren Mitarbeiter haben mich wieder unterstützt und neue mir darüber hinaus geholfen, ihnen allen herzlichen Dank, wobei ich für besonders umfangreiche Unterstützung den Herren L. Krieghoff, K. H. Lanz, H. Leinhos, G. Meffert, H. Morgenstern, W. Rabitsch, Dr. G. Seitz, K. Teichmann und H. V. Wißmann ebenso besonders danken möchte wie meinen Hilfskräften im Büro.Wenig Neues wurde hinzugefügt betreff alter Waffen und der Entwicklungsgeschichte von Waffenkonstruktionen, da inzwischen darüber umfangreiche Spezialliteratur entstanden ist. Neu aufgenommen sind u. a. das Gebiet des Bogenschießens, die vielen neuen Bestimmungen aufgrund des Bundeswaffengesetzes, ferner Polygonläufe, Einheitengesetz und vieles mehr. Allen Lesern meine besten Wünsche, den Jägern, Sportschützen, Büchsenmachern und Waffenhändlern, der einschlägigen Industrie und sonstigen Interessenten! Möge Ihnen dieses Nachschlagewerk weiter gute Dienste leisten!Fürth/Bayern im Sommer 1971.Walter LampelAus dem Vorwort zur zweiten AuflageSo eine Arbeit wird eigentlicii nie fertig; man muß sie für fertig erklären, wenn man nach Zeit und Umständen das Mögliche getan hat."(Goethe)Wie auf allen technischen Gebieten, gründet sich auch das heutige Wissen um Schuß und Waffe auf Erfindungen und Erkenntnisse, die nicht bei uns allein entstanden sind; alle Kulturvölker haben seit jeher dazu beigetragen. So sind von überallher Begriffsbezeichnungen übernommen worden, die noch vielen Liebhabern der Jagd und des Schießsports unklar sind. Um die immer wiederkehrende Auseinandersetzung über diese Fachausdrücke und Fremdwörter im täglichen Verkehr mit der Kundschaft zu vereinfachen, trug ich mich schon lange mit dem Gedanken, sie zu erklären oder zu verdeutschen und eine solche Erläuterung meinen geschäftlichen Werbeschriften beizugeben. Als ich mich im Jahre 1930 anschickte, dieses Vorhaben zu verwirklichen, ergab sich eines aus dem anderen, weit über den Rahmen hinausgehend, den ich mir gesteckt hatte, und so entstand als erster Versuch das Handbuch für Waffenfreunde", der bescheidene Vorgänger dieses Waffenlexikons. Mit der darin erstmalig von mir angewendeten Einordnung waffen-, schieß- und schußtechnischer Belange In eine ABC-Buchstabenfolge glaube ich das Richtige getroffen zu haben, denn sie fand überall Anklang. Von Lesern des IBuches, die ihren Drang nach besserem Fachwissen bisher nicht stillen konnten,wurde besonders die gemeinverständliche Art geschätzt, mit der sie die Dinge erklärt fanden; Fachleute bestätigten, daß die übersichtliche Einordnung wichtigen Fachwissens einem langgefühlten Bedürfnis Rechnung trug. Als Frucht eines Lebens möge mein Werk gute Aufnahme finden und sich nicht nur in der Bücherei des wissenden Lesers ein Plätzchen erobern, der sicher noch vieles ihm Unbekanntes darin entdecken wird; es möge besonders auch der heranwachsenden Welt der Waffenfreunde ein Ratgeber und Nachschlagewerk sein, denn es enthält viele nutzbare Anregungen und Aufschlüsse, die man in ähnlichen Büchern vergebens suchen wird.Innsbruck, im Januar 1937RICHARD MAHRHOLDTVorwort zur Neuauflage 1963 (Fünfte Auflage)Eine vollständige Neubearbeitung des Waffenlexikons" erschien nach Überwindung der Nachkriegsverhältnisse auf wirtschaftlichen und technischen Gebieten, die sich ja gerade in Waffe und Munition besonders verheerend ausgewirkt hatten, unerläßlich. Der Augenblick dazu scheint im Zusammentreffen mit der Münchener Jagdausstellung 1963 gegeben.Da Herbert Mahrholdt, der Sohn des ersten Verfassers, verhindert war, diese gewaltige Aufgabe zu übernehmen, habe ich mich trotz aller Bedenken dazu bereit erklärt. Für Umarbeitung eines Buches so vielseitigen Inhaltes sind außer einem umfangreichen Wissen unendlich viele technische und wissen-schaftliche Unterlagen erforderlich, ich hatte meine gesamte technische Bibliothek neben allem sonstigen restlos eingebüßt, als ich mit Kriegsende meine Stellung als Leiter der ballistischen Forschungsanstalt der Dynamit-AG verlor. Allein auf mein Gedächtnis angewiesen und ohne jede Unterstützung von anderer Seite galt es, die Voraussetzungen für fachschriftstellerische Tätigkeit wieder zu erarbeiten.Die Umarbeitung des Waffenlexikons wenn es noch mehr Anregungen geben, Fragen beantworten und Kenntnisse vermitteln sollte setzte die IVlitarbeit von Experten auf verschiedenen Spezialgebieten voraus. Meine Erwartung, diese Unterstützung in befreundeten Fachkreisen zu finden, hat nicht getrogen, und so darf ich hoffen, daß diese Neuauflage das geworden ist, was sie sein soll: ein Kompendium, das weitmöglich über alle im Allgemeininteresse stehenden wichtigen Fragen und Probleme des jagdlichen und sportlichen Schießwesens einen ziemlich lückenlosen Gesamtüberblick gibtDer unveränderte alte Titel und der öfter zu findende Beibehalt der Mahrholdt'-schen Definitionen und Ausdrucksform soll ein Zeichen dafür sein, wie hoch ich den Wert der seinerzeitigen Arbeit Richard Mahrholdt's einschätze. Die erheblichen Erweiterungen, die eingearbeitet werden mußten (mehrere Hundert neue Stichworte, Textänderungen und Abbildungen) zwangen dazu, manche Zusammenfassungen und Kürzungen vorzunehmen, wenn der Umfang des Buches nicht allzusehr vergrößert werden sollte. So blieb die historische Entwicklung von Waffen und Patronen auf ein Minimum beschränkt, ebenso die wissenschaftliche Ballistik, zumal letztere ja in meinem Werk Jagdballistik", erstere in Spezialwerken behandelt werden.Stets habe ich die vom waidgerechten Jäger zu erhebenden Forderungen an die Qualität seiner schießtechnischen Ausrüstung, vor allem an Verbesserung der Schußwirkung, zum Leitmotiv meiner Forschungsarbeit gemacht und dies allseitig zum Ausdruck gebracht; so auch hier, von gleichgesinnten Mitarbeitern unterstützt.Strikte Objektivität ist selbstverständlich; Ansinnen, in die Texte den Wortlaut einseitiger Reklame zu übernehmen, kommen bei mir nicht an, Werturteile entsprechen denen unabhängiger Fachkreise.Möglichkeiten zum Vergleich der Fabrikate und Konstruktionen wurden erweitert und verbessert durch von mir ausgearbeitete Gegenüberstellungen in Tabellen z. B. der optischen Geräte, besonders auch in der neuen Fassung der ballistischen Tabellen im Anhang dadurch, daß ich die Schußtafein des Auslandes auf die gleiche Basis wie die unsrigen, auf das Dezimalsystem umrechnete, im übrigen alle Schußtafeln auf ihre wichtigsten für Vergleiche ausschlaggebenden Werte beschränkte.Die Neufassung und Darstellung des Buchtextes sucht dem Rechnung zu tragen, daß sich das technische Interesse des Jägers an seinem schießtechnischen Handwerkzeug gesteigert hat, sie will weitmöglich allen etwas geben, dem jungen wie dem laten Jäger, dem Laien ebenso wie dem technisch Vorgebildeten, allen Interessenten an Waffe und Schuß (auch im Ausland), dem Büchsenmacher, Waffen- und Munitionshändler und -Hersteller, dem Forscher und Konstrukteur, allen am Fortschritt Interessierten.