Bővebb ismertető
Aus den jahrhundertelangen Kämpfen Ungarns an der Nahtstelle
zwischen Ost und West sind uns charakteristische Waffen erhal-
ten geblieben. Die langen Kämpfe, von wechselndem Erfolg be-
gleitet, haben aber auch dazu geführt, daß die Angriffs- und
Schutzwaffen, die mit großer Fachkenntnis und Kunstfertigkeit
gestaltet waren, langsam in Vergessenheit geraten sind. So ist
es natürlich, daß die Entwicklung der nationalen Waffensammlung
nach den Prinzipien erfolgte, die durch die eigenständigen unga-
rischen Verhältnisse bestimmt sind.
Dies ist schon für den Anfang charakteristisch, als Ferenc Szé-
chényi das Ungarische Nationalmuseum 1802 gegründet und zu-
nächst Schmuckstücke aus dem Gebiet des Karpatenbeckens so-
wie Waffen, die einstige Stürme überdauert haben, gesammelt hat.
Die individuelle Initiative wurde von dem Landtag am 7. April
1807 sanktioniert. Der Landtag ordnete sogar die Fortführung
bzw. Beschleunigung der begonnenen Arbeit an.
Trotz aller Bemühungen aber konnten keine Arsenale entste-
hen, weil die großen Rüstkammern bzw. Waffensammlungen der
Hunyadi, Zápolya, Báthori, Rákóczi und nicht zuletzt der Zrínyi
und Nádasdy nicht mehr bestanden, zum größten Teil infolge
des Aussterbens der Familien oder der gesetzwidrigen Konfiska-
tionen verschollen blieben. Obgleich jene hochadeligen Familien,
die in Anerkennung der Treue zum Herrscherhaus im Besitze
ihrer alten Rüstkammern geblieben waren, auch weiterhin ihr
sowohl hinsichtlich des künstlerischen Wertes als auch quanti-
tativ beachtenswertes Material sorgfältig hüteten, nahm die na-
tionale Waffensammlung nach Verlauf eines Jahrhunderts unter
den europäischen Sammlungen bereits einen erwähnenswerten
Platz ein.
Die Waffensammlung verdankt ihre Entstehung der Opfer-
bereitschaft der Nation, jenen Patrioten, die Kölcsey folgend,
verkündeten: „Jede Nation, die die Erinnerung an ihre Vergan-
genheit zunichte macht oder zunichte werden läßt, wird zur Mör-
derin ihres nationalen Lebens."1 Kölcsey stand mit diesem Ge-
danken nicht allein. Es gab bereits im 18. Jahrhundert Ungarn,
d^nen die Erschließung der nationalen Vergangenheit, das Sam-
meln der Denkmäler unserer heroischen Epochen am Herzen ge-
legen hatte. „Wir Ungarn sind auf keinem Gebiet so faul wie
bei der Erhaltung der Denkmäler unserer Ahnen. Denn auch der
Ruhm der verschwundenen Nationen bleibt nicht so sehr in ihren
heldenhaften, tapferen Taten erhalten als vielmehr durch die Pflege