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Im 18. Jahrhundert war das Leben der Galeerensträflinge eine Hölle, sie wurden geprügelt und lebten im Schmutz. Denn die Galeeren, von ferne so schön anzusehen, stanken dermaßen, daß die Offiziere im Knauf ihrer Spazierstücke Moschus aufbewahrten, an dem sie von Zeit zu Zeit rochen. Dennoch trugen diese hohen Herren einen Hochmut sondergleichen zur Schau ich frage mich, ob nicht ursprünglich des Ausdruck vor Eitelkeit stinken damit zusammenhängt.Die Offiziere der königlichen Schiffe, deren Mannschaften fast unter den gleichen skandalösen Bedingungen lebten wie die Galeerensträflinge, waren genauso hochmütig. Untereinander, aber auch in aller Offenheit bei Hofe, machten sie sich über die rauhen Sitten der Kaperkapitäne lustig. Daß Seeräuber für diese Herren zum Abschaum der menschlichen Gesellschaft zählten, erübrigt sich fast zu sagen. Die Mißachtung der Seeräuber hatte in verstärktem Maße 1681 begonnen, als Ludwig XIV. aus politischen Gründen das Ende ihrer Tätigkeit verlangte. Alles, was der König stirnrunzelnd verdammte, traten die närrischen Speichellecker sogleich mit Füßen. Einer der Edelleute, die in Versailles sehr schlecht über die Seeräuber sprachen, war Jean Bernard Louis Dejean, Baron de Pointir, der Kapitän des Flaggschiffes eines Admirals. Er hatte unter Duquesne und Tourville hervorragende Dienste geleistet und hielt damit nicht hinter dem Berg. Er pflegte sich wie ein Fürst aufzuführen.Nur wenige Höflinge wußten, daß Pointir, Ende 1694, als er