Bővebb ismertető
Zum Geleit!über ein Jahrzehnt ist es nun her, seit mein erstes grünes Buch, Der Buchbergteifi" erschienen ist, jenes Buch, das in der Hauptsache einem verlorenen Paradiese und seinem nun auch dahingegangenen Jagdherrn, meinem Vater, gewidmet war. Jugenderinnerungen stürmende, drängende, wilde Jugendjahre vorbei. Der Most ist Wein geworden, das Reis zum Baum. Und doch das Samenkorn, das der Großvater einst mit liebender Hand ins wilde Bubenherz gepflanzt, ist aufgegangen und hat Früchte getragen. Wohl stutzte der strenge und doch so gütige Vater den Schößling oft zurecht, wenn die Leidenschaft allzu hohe Wogen schlug, doch es half alles nichts, wohin mich der Lebensweg auch führte, wie abseitig mancher Pfad auch war, immer und immer wieder blieb die Liebe zu Wald und Wild und Heimat die stärkste Triebfeder des Herzens, des Blutes. Und sie ist es geblieben bis auf den heutigen Tag. Der Wald wurde mir zum Begriff Heimat", sein Getier lernte ich mehr lieben wie meine Mitmenschen, es wurde mir zum Freund. Wenn sich auch damit für den Laien der Begriff des Tötens kaum oder nur schlecht vereinbaren läßt, so kennt er eben jene Urleidenschaft nicht, jenen Urtrieb, der seit der Menschheit grauester Dämmerung tief im Blute des Mannes wurzelt. Nicht das Töten macht den Jäger, nicht das Schießen den Waidmann. Immer und immer wieder hab ich dies betont und mit mir viele unserer Besten. Hege, Pflege, tiefste Liebe zu Wald und Wild, das sind die Vorbedingungen für deutsches Waidwerk. Und nehme ich mir dann mit Maß und Ziel von dem, was ich gehegt und geschont, so tue ich dies Kraft des Herrentums, das adeln, aber niemals schänden soll. So hab ich es gelernt, so hab ich es gehalten, und so wollen wir deutsche Jäger es gehalten wissen, solange es den Begriff Jagd, Jäger und Waidwerk gibt.Aus diesen Gedanken und Erinnerungen heraus sind meine Waidmannsjahre" entstanden.In heißem Bemühen und immer wieder aufs neue ringe ich nach Erkenntnis, nach Wahrheit gefunden habe ich sie nur soweit wir Menschen sie überhaupt finden können draußen in der Einsamkeit des Waldes, in der Reinheit des wilden" Tieres. Die ewige Allmutter, die wir Menschen täglich schänden, ist ja in ihrer Güte unerschöpflich.