Bővebb ismertető
Seit dem August des Jahres 1863 geht die adriatische Zweigbahn von Castel Bolognese nach Ravenna. Man gelangt jetzt in diese berühmte Stadt von Bologna aus über Imola, Lugo und Bagnacavallo in wenig mehr als drei Stunden; und so ist eine der merkwürdigsten Stádte des Altertums und Mittelalters, die bisher vom Menschenverkehr abgelegen und in einer nur mühsam erreichten Einsamkeit halb verschollen war. * mit dem allgemeinen Leben neu verbunden worden. Die Stádte Italiens stellen fast durchwegs die zwei groBen Epochen der Geschichte dieses Landes in ihren Denkmalern dar: das römische Altertum und das christliche Mittelalter. Nur Ravenna ist das Monument des Überganges aus der einen Epoche in die andere und deshalb von unvergleichlichem Wert. Das römische Kaisertum in der Zeit seines Falles unter die Germanen, die erste Gründung des germanischen Königtums in Italien auf den Triimmern jenes Römerreichs, die sechzigjáhrige Herrschaft der Ostgoten und die ihr folgende, zwei Jahrhunderte umfassende Despotie der Byzantiner, alle diese Epodien habén in jener einen Stadt ihr Theater gehabt und noch zahlreiche Denkmáler ihrer Geschichte in ihr zuriickgelassen. Wer nach Ravenna kommt und diese Monumente so altér Zeit sieht, Grabmaler des 5. und 6. Jahrhunderts, Kirchen, strahlend von Musiven ebenderselben Zeit, wird von ihnen fast so ergriffen wie von den Resten Pompejis. Und in der Tat, Ravenna ist das Pompeji der gotischen und byzantinischen Epoche. Die oft fast unversehrte Erhaltung dieser Denkmáler ist einem Wunder gleich zu achten, wenn man sich vorstellt, welche wilden, verwiistenden Jahrhunderte darüber hinweggegangen sind. Sie erklart sich für das frühere Mittelalter aus dem glücklichen Umstande, daB es den Langobarden nicht PL