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Uno
WÄHREND ICH SCHLIEF, Veränderte sich die Welt. Zu meiner großen Überraschung hatte mich niemand um Rat gefragt. Von jenem Tag an soUte es immer so sein. Natürlich war das auch vorher nicht anders gewesen. Bis zu jenem Morgen wusste ich es nur nicht. Überraschung auf Überraschung: mal eine gute, mal eine schlechte, meistens irgendwo dazwischen. Und immer ohne meine Zustimmung.
Ich war gerade acht und träumte wohl schon seit Stunden kindische Sachen. Was Kinder eben so träumen. Mein Vater, der sich lebhaft an sein früheres Leben als König Ludwig XVI. von Frankreich erinnerte, träumte wahrscheinlich von Kostümbällen, pöbelnden Massen und Guillotinen. Meine Mutter, die keine Erinnerung an ihr Leben als Marie Antoinette hatte, konnte deshalb an seinen Träumen nicht teilhaben. Vielleicht träumte sie von Hibiskusblüten oder feiner Seide. Vielleicht träumte sie - wozu sie auch mich stets ermunterte - von Engeln. »Suena con los angelitos«, sagte sie immer. Träume von kleinen Engeln. Die Engel waren klein, was bedeutete, dass sie viel zu schnuckelig waren, um gefallene Engel zu sein.
Teufel können nie schnuckelig sein.
Wie immer stachen die Strahlen der tropischen Sonne messerscharf durch die Schlitze der hölzernen Fensterläden. Die
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