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Ein Wort zuvor
I
Rätselhaft ist das menschliche Herz: es verlangt nach Wahrheit, nur in ihr kann es Befreiung und Entzük-ken finden, und doch reagieren die Menschen zunächst auf die Wahrheit mit Feindseligkeit und Furcht. Daher haben die geistlichen Lehrer der Menschheit, wie Buddha und Jesus einen Weg gefunden, um den inneren Widerstand ihrer Zuhörer zu umgehen: die Geschichte. Sie wußten, die bezwingendsten Worte in jeder Sprache lauten: „Es war einmal " und mag es auch üblich sein, der Wahrheit zu widerstehen, so ist es doch unmöglich, sich gegen eine Geschichte zur Wehr zu setzen.
Vyasa, Autor des Mahabharata, sagt, wer einer Geschichte aufmerksam lausche, wird nie mehr der gleiche sein wie zuvor, weil die Geschichte sich in sein Herz hineinschlängeln wird und die Schranken vor dem Göttlichen niederreißt. Auch wenn man die Geschichten dieses Buches nur zur Unterhaltung liest, ist doch keine Gewähr gegeben, daß nicht dann und wann eine von ihnen durch die Verteidigungslinien schlüpft und wie eine Mine hochgeht, gerade dann, wenn man es am wenigsten erwartet. Man sei also gewarnt!
Wer tollkühn genug ist, sich um Erleuchtung zu bemühen, dem schlage ich folgendes vor:
I. Man trage eine Geschichte mit sich, um in Augenblicken der Muße über sie nachzudenken. Das gibt ihr die Chance, im Unbewußten zu wirken und ihre verborgene Bedeutung zu enthüllen. Erstaunt wird man feststellen, daß sie ganz unerwartet wieder auftaucht, gerade dann, wenn ein Ereignis oder eine Situation der Erleuchtung bedarf und man dadurch Einsicht und innere Heilung er-
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