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über Zuneigung, Liebe und SexGehören Liebe und Sex immer zusammen?Sympathie haben, Liebe empfinden und zusammen ins Bett gehen sind unterschiedliche Arten, Grade menschlicher Verbundenheit auszudrücken. Jemand kann ein und dieselbe Person zuerst einmal nett finden, sich dann in sie verlieben und schließlich auch Lust bekommen, sich sexuell mit ihr einzulassen. Aber es kommt auch vor, daß jemand einen anderen Menschen sehr angenehm findet, ohne ihn jemals zu lieben, oder daß man jemanden liebt, ohne mit ihm oder ihr intim werden zu wollen. Und es geschieht ja bekanntlich auch nicht selten, daß man geschlechtliche Kontakte hat, ohne daß dabei Liebesgefühle im Spiel wären. Liebe, das stärkste Gefühl des Hingezogenseins zu einem anderen, und Sexualität, die genußvolle Befriedigung des Geschlechtstriebes, gehören also nicht notwendigerweise immer zusammen. Wenn jemand das Gegenteil sagt, so ist damit keine Tatsache behauptet, sondern es wird eine moralische Forderung erhoben: Liebe und Sex sollten zusammengehören.Es kann Verwirrung stiften, wenn von Sexualität die Rede sein soll, dies ober schamvoll durch dos Wort Liebe umschrieben wird. Dos führt dann zu Redewendungen wie: Sie kamen in Liebe zusammen oder Sie liebten einander die ganze Nacht. Liest man so etwas in einem Liebesroman, fragt sich immer, was haben die beiden nun miteinander gehabt? Da es beides auch unabhängig voneinander gibt, Liebe und Sex, sollte jeder sich zutrauen, das passende Wort an der passenden Stelle auch anzuwenden. Denn Sexualität ist etwas sehr Natürliches, das uns das ganze Leben über begleitet.Entwicklung der SexualitätSchon als frischgebackene Säuglinge haben wir das Bestreben, möglichst viele Zuwendungen aller Art von unserer Umgebung zu erhalten. Das Kleinkind nuckelt und leckt lustvoll an sich selbst und an ollen möglichen Dingen, die in seine Reichweite gelangen. Es genießt Reize, wie Streicheln und Küssen, die es durch die Eltern erfährt. Beim Boden oder Eincremen empfindet es Wonne am ganzen Körper, also auch im Bereich der noch nicht richtig entwik-kelten Geschlechtsorgane.