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DER HISTORIKER UND SEINE FAKTEN
Was ist Geschichte? Ich möchte, da man sonst vielleicht die Frage für bedeutungslos oder gar überflüssig halten könnte, zwei Stellen anführen, die sich auf die erste und zweite Ausgabe der Cambridge Modern History beziehen. Acton sagte in seinem Bericht vom Oktober 1896 vor dem Syndikus der Cambridge University Press über das Werk, dessen Herausgabe er unternommen hatte:
„Es ist eine einzigartige Gelegenheit, die Fülle der Kenntnisse, die uns nun das 19. Jahrhundert hinterläßt, so aufzuzeidinen, daß sie möglichst vielen einen möglichst großen Nutzen bringt Bei richtiger Arbeitsteilung dürfte sich unser Vorhaben wohl verwirklichen lassen: damit könnten auch das letzte Dokument und die am besten fundierten Folgerungen der internationalen Forschung jedermann zugänglich gemacht werden.
Eine abgeschlossene geschichtliche Sicht ist unserer Generation freilich noch nicht möglidi; aber wir verfügen über die herkömmliche Geschichtsschreibung und können jetzt, wo jegliche Information in Reichweite liegt und jedes Problem lösbar geworden ist, den Punkt angeben, den wir auf dem Weg von der einen zur anderen erreicht haben." '
Und fast genau sechzig Jahre später kommentierte Professor Sir George Clark in seiner allgemeinen Einführung zur zweiten Ausgabe der Cambridge Modern History den von Acton und seinen Mitarbeitern geteilten Glauben, daß eines Tages eine abgesdilos-sene Geschichtssdireibung möglich sein würde, mit folgenden Worten:
„Die Historiker einer späteren Generation haben keine derartigen Hoffnungen mehr. Sie glauben im Gegenteil, daß ihre Arbeit in der Folge immer wieder beiseite geschoben wird. Sie bedenken, daß sie ihre Kenntnis der Vergangenheit der Überlieferung eines oder mehrerer Mensdien verdanken;, daß diese Kenntnis dadurch einem .Prozeß' unterzogen wurde, folglich
rfv