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»JDie Endabsicht des Bibellesens ist, bessere Menschen zu ma-chen.« Immanuel Kant hat das geschrieben, vor fast 200 Jahren.
Sollte er auch heute noch mit seiner Ansicht recht haben - und was spräche dagegen? dann wollten 1978 mindestens 9280222 Menschen sich bessern. Jedenfalls wurden in diesem einen Jahr über neun Millionen des »Buchs der Bücher« in 150 Ländern vertrieben.
In 286 verschiedenen Sprachen steht die »Heilige Schrift« in Bücherregalen rund um den Erdball. Selbst in Japan, dessen Bevölkerung nur zu einem Prozent christlichen Glaubens ist, wurden in den letzten Jahren über 150 MiUionen Bibel-Exemplare verkauft.
Bei uns in der Bundesrepublik steht die Bibel an dritter Stelle aller Bücher. Nur Atlanten und Kochbücher sind weiter verbreitet und - werden öfter benutzt. Von hundert Bibel-Besitzern lesen sie nur 15. Die Bibel - zur Bücherschrankzierde degradiert.
Dabei fehlt es nicht an Versuchen, Bibeltexte in den Alltag zu tragen: in Supermärkten kann man sie kaufen, aus Hotels mitnehmen, ohne als Dieb zu gelten, und auf Schallplatten sind ihre Texte abzuhören. In den USA werden Cornflakes-Behälter mit Bibelzitaten bedruckt, und in einem Schwarzwald-Kurort kann neuerdings jeder gegen Einwurf eines Fünf-Mark-Stücks seine Urlaubsbibel aus dem Automaten ziehen.
Dies alles aber ändert nichts daran, daß zwar kein anderes Buch so verbreitet ist wie die Bibel, sie aber seltener aufgeschlagen wird als andere. Ein Bestseller ohne Leser.
Dabei folgt eine Bibelübersetzung auf die andere, und die Formulierung der Bibeltexte wird laufend der Sprachentwicklung an-
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