Bővebb ismertető
Wege zur Interpretation
Peter Solymos
Das Ziel des Klavierstudiums ist die Erwerbung der Fähigkeit, Werke der kla-vierliteratur, Schöpfungen grosser Meister am Instrument verwirklichen zu können.
Diese Fähigkeit schliesst in sich: 1) das Verstehen des vorzutragenden Werkes, 2) die Beherrschung der zum Vortrag nötigen Technik. Beides ist wichtig, es soll aber nicht vergessen werden, daß Technik nicht Selbstzweck werden darf, sie hat stets der Musik, dem Werk zu dienen. Sie kann dies jedoch nur tun, wenn sie dieses Zieles bewußt bleibt, wenn auch bei technischer Arbeit das Musik-denken und damit verbunden die Kontrolle des Gehörs nicht aufhört aktiv zu sein.
Man bedenke: Üben erzeugt Bereitschaft. Übe ich ohne genaue Vorstellung, was und wie es klingen soll und ohne zu kontrollieren, ob es auch so klingt, so übe ich auch dieses Nicht-Vorstellen und Nicht-Hinhören. Es wird mir zur Gewohnheit und diese Gewohnheit wird sich natürlich auch dann geltend machen, wenn ich das Werk vorzutragen gedenke.
Das Musik-Denken und Hinhören ist, nebenbei gesagt, auch geeignet die technische Arbeit wesentlich leichter und auch anziehender zu machen. Viele technische Schwierigkeiten stammen davon, daß der Spieler keine klare Vorstellung davon hat, was in der Musik, die er spielt, geschieht. Es ist nicht anders, wie in der Sprache : einen Text, den ich verstehe, kann ich viel leichter hersagen, wie einen, dessen Sinn mir nicht klar ist.
Denken und Hören müssen aber mit Technik zusammen geübt werden. Es
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