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Weg hast du allerwegen
Mit dem Beginn unseres Lebens haben wir alle die eine grolk Wanderschaft angetreten, deren Wege wir im einzelnen nicht kennen, deren Ziel uns aber verheißen ist. Ob wir wollen oder nicht - immer sind wir unterwegs.
Eingebettet in die große Wanderschaft und sinnbiidhaft mit ihr verwoben sind all unsere kleineren und größeren Wanderungen im Laufe des Lebens.
Zu diesen Wanderungen wollen die folgenden Blätter im besonderen Sinne einladen. Wandern ist keine Erfindung der Neuzeit. Solange wir etwas vom Menschcn wissen, begegnet er uns auf Wanderschaft: auf der Suche nach Wohnplätzen, Nahrung, Wohlstand, Freiheit und Glück. Aber auch als Forscher und Abenteurer, als Wahrheitssucher und -verkünder, als Künstler, Sportler und aus mancherlei anderem Anlaß ging und geht der Mensch auf Wanderschaft.
Wandern unter der Verheißung Gottes: De/i>! der HERR, dein Gott, hat dich gesegnet, in allen Werken deiner Hände. Er hat dein Wandern durch diese große Wüste auf sein Herz genommen. Vierzig jähre ist der HERR, dein Gott, bei dir geieesen. An nichts hast du Mangel gehabt. 5. Buch Mose, i.-j
Auszug ans Ägypten um 7250 vor Chr.
Wandern als Zurüstung für den Beruf: Von Gottes gnaden Friderich der Dritte, !Marggraf zu Brandenburg, des Heyl. Rom. Reichs Erlz-Cammerer und Churfürst utc. Unseren gnädigen Gruss zuvor, Veste, Hochgelahrte, Rähte und Liebe Getreue; Demnach wir nötig erachten, und auch das gemeine Beste erlordert, dass die Handwerks gesellen gewisse Jahre vorhero, ehe sie Meister werden, wandern, und sich bey andern und fremden Meisteren, die in ihrer Kunst exeliren, sich perfectioniren und desto geschickter machen. Als Befehlen Wir euch hiermit gnädigst, in deren Privilegiis, so Ihr hirnegst ausfertigen werdet, allemahl zu in seriren, dass die hiesige Gesellen zum wenigsten Zwey fahr wandern sollen; Seind euch mit gnaden gewogen. Gegeben Z" Cölln an der Spree den ig. Sept., Anno !6^4 Friderich