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Auf der anderen Seite der West 74th Street ragte das
dreißigstöckige Cody Arms so drohend empor, als hätte
eine mittelalterliche Burg bei seiner Planung Pate gestan-
den. Die unteren vier Stockwerke bestanden aus verschnör-
keltem Beton und rötlichbraunem Sandstein; in der Mitte
gab es eine Eingangstür aus Messing und getöntem Glas,
die von steinernen Säulen flankiert wurde. Auf dem Fen-
stersims des Erdgeschosses waren im Abstand von etwa
drei Metern höhnisch grinsende Wasserspeier angebracht,
deren Fratzen abgeplatzt waren, wodurch sie nur noch
grotesker aussahen. Früher einmal hatten sie als Abfluß-
rohre gedient, die das Regenwasser vom Eingang ablenk-
ten, doch nun erfüllte ein dunkelbraunes Vordach diese
Funktion. Den Wasserspeiern schien das nichts auszuma-
chen; nun konnten sie sich ganz darauf konzentrieren,
höhnisch auf die Passanten herabzuschauen, die viel zu
sehr mit sich selbst beschäftigt waren, um einen Blick nach
oben auf sie zu werfen. Alle Erdgeschoßfenster waren aus
Sicherheitsgründen mit Eisengittern versehen.
In besseren Zeiten war das Cody Arms das Cody Hotel
gewesen. Doch in den sechziger Jahren hatte das Geschäft
nachgelassen, und die neuen Besitzer hatten den maxima-
len Profit herausgeholt, ohne einen Pfennig in die Instand-
haltung des Hauses zu stecken. Da das Cody dermaßen
heruntergekommen war, daß sich sein Status als anständi-
ges Hotel nicht wiederherstellen ließ, war es an eine anony-
me Gesellschaft verkauft worden, die es in Apartment-
wohnungen umbauen ließ und es den Haller-Davis Proper-
ties zur Verwaltung übergab. Und nun befand es sich schon
wieder in einem Zustand des allmählichen Verfalls, des-
halb waren die Mieten verhältnismäßig vernünftig für
diesen Teil der Stadt, wenn auch beileibe nicht billig.
Allie Jones ließ eine Parade von Taxis an sich vorbeituk-
kern und eilte dann über die regennasse Fahrbahn und die