Bővebb ismertető
Man veranlasse einen jeden Künstler, besonders des historischen Faches, sich einen Zyklus zu wáhlen, den Verlauf eines Gedichtes, einer Geschichte, eines Menschenlebens; er denke die ganze Reihe durch und bilde sich die interessantesten Situationen aus, skizziere sie, zeichne sie, ein halb Dutzend, ein Dutzend, je reiclter seine kleine Welt ist, je lebendiger seine Bildkraft. Hierunter werden sich min, man darf sagen, gewifi, einige entschieden glückliche finden. Es sind die editen Lebenspunkte, die aus den Wogen von Ereignissen und Charakterzügen hervortreten, an welchen, weil der Moment interessant, zur Nachbildung glücklich ist, ménig iuird zu erinnern sein. Und so arbeitet alsdann der Künstler desto freier, und der Kenner sieht etwas entstehen, was er im Ganzén voraus gebilligt hat, und wo er tvegen des Einzelnen nicht zu mákéin noch zu markten braucht.
Goethe, WA I, 53, S. 219