Bővebb ismertető
Umgang mit Malerei
Dieses Buch, das hier in einer Neuausgabe vorgelegt wird, ist vor sieben Jahren zum erstenmal erschienen. Allein diese Tatsache rechtfertigt schon die Notwendigkeit einer gründlichen Neubearbeitung. Die Kunst ist in einem stürmischen und wechselvollen Wandlungsprozeß begriffen, der eine Fülle von neuen Richtungen, Möglichkeiten, Ausdrucksformen, Thesen und Fragen heraufgeführt hat. Sie erzwingen Stellungnahme und Zusätze bei allen Haupt-und bei zahlreichen Nebenstücken des Buches. Vor allem aber hat eine totale Ausweitung der »visuellen Kommunikation« die alten Grenzen der Malerei niedergelegt und überschritten, in die Welt der Objekte, der Kinetik, der Ambiente und Happenings hinein. Die Bewerkstelligung und Inszenierung dieser Dinge ist indessen keine Malerei mehr, und die Ergebnisse sind keine Bilder. Es handelt sich dabei nicht mehr um die Mittel der Malerei noch um ihre Praktiken oder Wirkungen. So ist der beibehaltene Begriff im Titel Absicht und Programm: Hier geht es um die MALEREI. Diese Begrenzung rechtfertigt sich gerade im Hinblick auf das eben Gesagte als sinnvoll. Die über das Gebiet hinausgehenden Gleise und Spuren sollen aber als Anschlüsse und Fortführungen weitgehend berücksichtigt werden. Das bereits Vorhandene behält dabei seine Gültigkeit und Berechtigung. Es steht für eine Kunstübung, die immerhin von der Urzeit bis zum Heute reicht und die in diesem Heute nicht etwa endet. Die Fülle des Neuaufzunehmenden hat eine Straffung bei einigen Randgebieten notwendig gemacht, die den Hauptanliegen zugute kommen soll. Die Zahl der Farbabbildungen konnte erheblich vermehrt werden. An der Thematik an sich ist nichts geändert worden. Die Darstellung beschränkt sich auf Malerei und Zeichnung, die zwar untrennbar verbunden, aber doch soweit verschieden sind, daß sich bisher kein gemeinsamer Name dafür gefunden hat. Aber - um dies sogleich unmißverständlich deutlich zu machen - hier ist keine kunstgeschichtliche Darstellung beabsichtigt, die nach Persönlichkeiten, Stilen und Schulen einen historisch-chronologischen Ablauf der Malerei bietet. Vielmehr geht das Buch vom Kunstaufnehmenden,
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