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Ostern 1916 — sechs Wochen bevor Fritz Burger fiel — schrieb er aus Nordfrankreich: „Das furchtbarste Kriegsgetümmel spielt sich vor dem Horizont meiner Fenster ab, und ich selber bin völlig einsam, allein mit meinen Gedanken und schreibe die Grundlage für ein Buch, das mehr bedeuten soll, als alles was ich bisher arbeitete und das nicht dem physischen, sondern dem in ihm sich auflösenden metaphysischen Krieg dienen soll. Eine neue Zukunft für Deutschland, für die Welt erscheint vor meinen Augen und ich begreife mich selbst in meinem Innern wie eine ewige Legende. . . Es gibt eine Seelenvereinigung mit den Toten, sei's daß sie ihr Werk nicht haben vollenden können, sei's daß ein hoher, abgeschiedener Geist in ganzer Lichtfülle in uns niedersteigt und unsere eigene Unfertigkeit zu einer höheren Vollkommenheit durch eine Art metaphysischer Erlösung treibt. Das ist es, was mir in den letzten Wochen so stark zum Bewußtsein kam. Wie oft sind Michelangelo, Tintoretto, Greco oder Goya in ihrer Lichtfülle durch ihre Werke in meine Seele gestiegen, aber doch war es vielleicht nur eine feine, zarte Schwingung, die sie die fernen, fernen in mir zeugten. Jetzt aber immer stärker . . . und warum sprechen auf einmal die fernen Toten Asiens eine so vernehmliche Sprache in mir, als wäre es meine eigene oder als hätte ich sie schon einmal gesprochen?"