1. Das Gespenst des HungersIn unserer Welt von heute vi^erden in jeder Sekunde etwa drei Menschen geboren, zwei andere sterben. Die Weltbevölkerung wächst also um einen Menschen je Sekunde. Wenn wir morgens unser Frühstück essen, so sollten wir uns gelegendich daran erinnern, daß seit dem gestrigen Frühstück die Zahl der Menschen, die in der Welt satt gemacht werden müssen, um 70 000 gestiegen ist Jährlich wächst die Erdbevölkerung um 25 bis 30 Mill. Menschen, das ist mehr, als die Gesamtbevölkerung der fünf Länder Dänemark,...
1. Das Gespenst des HungersIn unserer Welt von heute vi^erden in jeder Sekunde etwa drei Menschen geboren, zwei andere sterben. Die Weltbevölkerung wächst also um einen Menschen je Sekunde. Wenn wir morgens unser Frühstück essen, so sollten wir uns gelegendich daran erinnern, daß seit dem gestrigen Frühstück die Zahl der Menschen, die in der Welt satt gemacht werden müssen, um 70 000 gestiegen ist Jährlich wächst die Erdbevölkerung um 25 bis 30 Mill. Menschen, das ist mehr, als die Gesamtbevölkerung der fünf Länder Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland und die Niederlande heute beträgt. Viele fürchten, daß dieses Anwachsen der Erdbevölkerung zu einer Weltkatastrophe des Hungers führen könnte.Aber das ist nur die eine Seite des Hungerproblems in unserer heutigen Welt. Die gegenwärtige Erdbevölkerung beträgt zweieinhalb Milliarden Menschen. Man kann schätzen, daß davon fast die Hälfte mengenmäßig schlecht ernährt ist, denn ihre tägliche Nahrung enthält weniger als 2200 Kalorien. Eine weitere halbe Milliarde Menschen erhalten zwar genügend Kalorien, hauptsächlich in Gestalt von Reis, Mais oder anderem Getreide; aber sie haben täglich weniger als 30 g tierisches Eiweiß zu verzehren. Das ist weniger als die Menge, die nach der Meinung vieler Ernährungsforscher notwendig ist,tmidie volle körperliche und geistige Leistungsfähigkeit eines Menschen zu erhalten und ihn gegen Krankheiten widerstandsfähig zu machen. Nur etwa ein Drittel der Erdbevölkerung kann als mengenmäßig und qualitativ ausreichend ernährt angesehen werden.Hatte also Malthus recht, als er vor 150 Jahren lehrte, daß die Menschen die Tendenz haben, sich rascher zu vermehren als ihre Nahrungsmittel, und daß Krieg, Seuchen, Elend und hohe Kindersterblichkeit notwendig sind, um das Gleichgewicht zwischen Bevölkerung und Nahrung herbeizuführen? Viele glauben noch heute, daß dieser Fluch auf der Menschheit liegt.Malthus hat seiner pessimistischen Bevölkerungstheorie auch eine mathematische Formulierung gegeben. Er behauptete, daß die Menschen die Tendenz haben, sich in geometrischer Progression zu vermehren, während die Nahrungsproduktion nur in arithmetischer Progression gesteigert werden könne. Bevölkerungswachstum in geometrischer Progression: das würde bedeuten, daß die Bevölkerung die Tendenz hat, nach der Zahlenreihe i, 2, 4, 8, 16, 32 usw. fortzuschreiten. Steigerung der Nahrungsproduktion in arithmetischer Progression: das würde bedeuten, daß die Nahrungsproduktion nur in der Zahlenreihe 1, 2, 3, 4, 5 usw. steigen kann. Auf Grund seiner pessimistischen Theorie schrieb Malthus im Jahre 1803 ^:
Amennyiben az Ön által választott könyvesbolt neve mellett
1-5
szerepel, kérjük kattintson a bolt nevére, majd a megjelenő elérhetőségeken érdeklődjön a készletről és foglalja le a könyvet.