Bővebb ismertető
Einleitung
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Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs haben wir keinen Frieden mehr. Drei Jahre dauerte der internationale Krieg in Korea, es gab Bürgerkriege in China und Griechenland, Kolonialkriege in Algerien, Malaya, Kenia und anderswo. Zwar schwiegen die Waffen der Weltmächte meistens, aber Frieden war trotzdem nicht.
Nach dem Ersten Weltkrieg dauerte die Friedenszeit wenigstens dreizehn Jahre. Selbst die Invasion der Mandschurei und die Machtergreifung Hitlers vermochten zunächst nicht den Optimismus zu stören, in dem die Welt befangen war. Erst als der Bürgerkrieg in Spanien ausbrach, wurde klar, daß die Welt nicht friedlich war, obwohl noch kein Weltkrieg begonnen hatte. Als jedoch 194^ Hitlers Reich zertrümmert am Boden lag, sahen sich die siegreichen Angelsachsen und Sowjets durch einen Abgrund von Mißtrauen und Feindseligkeit voneinander getrennt. Jahre sind vergangen, aber die Kluft wurde nicht überbrückt. Die Welt ist in einem Zustand verblieben, der weder Krieg noch Frieden ist.
Das Bild der Weltpolitik seit 1945 hat sich seit der Epoche der Jahre 1919—1939 grundlegend verändert; damit verglichen sind die Unterschiede zwischen den zwanziger Jahren unseres Jahrhunderts und den neunziger Jahren des vorigen nahezu unerheb-hch.
In jener Zwischenkriegszeit gab es sieben Großmächte: fünf in Europa (England, Frankreich, Deutschland, Italien, Rußland), eine in Asien (Japan) und die Vereinigten Staaten von Amerika. Seit 1945 stehen einander zwei Riesenmächte gegenüber: die Vereinigten Staaten und die Sowjetunion. Zugegeben, daß die alten Großmächte von Westeuropa noch immer ernstzunehmende Faktoren sind und daß in Asien zwei übervölkerte Länder, China und Indien, darauf lauern, in wenigen Jahrzehnten ebenfalls zur Weltmacht emporzusteigen. Aber die beiden Riesen von heute