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ERSTES KAPITEL ODER DAS ALTERTUMAuch der Klatsch, hat edle Ahnen: Juden, Götter, ja Germanen!Am Anfang der Menschheitsgeschichte stellt der Klatsch; denn ohne den Klatsch hätte es die Menschheit niemals zu einer Geschichte gebracht.Unsere christliche Auffassung bezeichnet Gott selbst als den Schöpfer des Menschen und erweist sich also in diesem Punkte als sehr optimistisch; skeptischere Religionen machten bekanntlich höchstens irgendeinen Halbgott, zuweilen aber sogar den Teufel selbst für die in ihrem Werte so umstrittene Erfindung des homo sapiens verantwortlich. Wenn indessen ein ebenso gläubiger wie geistreicher Schriftsteller unserer Tage aus solch göttlichem Ursprung unseres Stammvaters den Schluß zieht, Adam sei mithin eine geschichtliche Figur, so irrt er. Gott setzte den ersten Menschen ins Paradies, wo er zwar ewig leben und genießen, nicht aber zeugen und sterben sollte; und da es ohne Zeugen und Sterben keine Geschichte gibt, war der originale Adam also geschichtslos gedacht. Für Eva, hierin schon damals gleichberechtigt, gilt sinngemäß dasselbe. Und es ist geradezu erstaunlich und angesichts unserer späteren Entwicklung beschämend, welche Erwartungen der Schöpfer in diese unsere geschichtslose Form gesetzt hat. Denn die Ergebnisse seiner ersten fünfeinhalb Tagewerke, also so großartige Dinge wie das Licht, den Himmel, die Erde, das Meer, die Pflanzen, die Gestirne und die Tiere, bezeichnete er nach dem ersten Buche Mosis gleichwohl nur eben als gut; erst als er das Menschenwesen geschaffen bat, beißt es triumphierend: Und siebe, es war sehr gut!Wer brachte es nun dabin, daß wir solch hochgespannte7