Bővebb ismertető
Geleitwort
Európa hat der Welt die Olympischen Spiele geschenkt, die Idee des friedlichen sportlichen Wettkampfes. Aber über grofce geschichtliche Zeitráume fanden auch andere Be-gegnungen im Zeichen des Friedens statt. Gemeint ist das weite Feld derschönen Künste und der Lebensformen der Völker. In der Bereitschaft von Geben und Nehmen sind ganze Kulturen entstanden. Zum Zeitpunkt und aus Anlafe der Spiele der XX. Olympiade wollen wir in München zeigen und veranschaulichen, wie der alte Kontinent Európa durch die andere Welt reiche Anregungen erfahren hat. Das ist auch gemeint wie ein Dank.
Die Ausstellung »Weltkulturen und moderne Kunst« ist in ihrer Konzeption bewuBt vom 19. Jahrhundert ausgegan-gen. Da begann es wohl, dafc viele Künstler und Wissen-schaftler die Menschen fremder Nationen und Erdteile als Partner erkannten und diese Partnerschaft feststellten. Wer bereit ist, zu sehen und zu empfinden, wird hierspüren, wie sehr jedes Volk sich selbst in den Kunstwerken der anderen wiedererkennen kann, wie nahe sich die Völker der Erde in ihren gröftten Schöpfungen eigentlich sind. Ich glaube, daft eine solche Ausstellung dem Sinn der Olympischen Spiele in besonderer Weise entspricht. Und ich bin sicher, dall ihre Wirkung weit über den Tag fort-reichen wird, an dem sie ihre Pforten schliefct.
Willi Daume
Prásident des Organisationskomitees fürdie Spiele der XX. Olympiade München 1972