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Warum dieses Buch? (Statt eines Vorworts)Vor etwa zwei Jahren meinte Erwin Barth von Wehrenalp, Inhaber des Econ-Verlages, bei einem gelegentlichen Zusammentreffen, es wäre doch ganz interessant, wenn ich Eindrücke und Erlebnisse aus den mehr als vier Jahrzehnten meiner Tätigkeit für die chemische Industrie niederschriebe. Gerade die Chemie habe sich viel zu wenig selbst dargestellt, es bestehe eine echte Informationslücke. Nachdem ich mir - während der für die Überlegung vereinbarten Frist - die Mitarbeit Ernst Bäumlers, Leiter der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit der Hoechst AG, gesichert hatte, vereinbarten wir schließlich, den Weltreisenden zu publizieren.Es war dabei meine Vorstellung, keine Autobiographie zu schreiben. Deren gibt es schon zu viele, wenn auch nicht gerade im Bereich der Chemie. Die Idee war vielmehr, am Beispiel der LG. Farben und der Hoechst AG zu schildern, wie sich der wirtschaftliche Wiederaufbau nach der Katastrophe des Zweiten Weltkrieges vollzogen hat. Dabei wollte ich versuchen, diese Entwicklung mit einer Darstellung des wirtschaftlichen Geschehens bei der Chemie der übrigen Welt vergleichend zu verbinden. Wenn in das Buch schließlich mehr persönliche Elemente aufgenommen wurden, als es meine Absicht war, so hat das zwei Gründe. Einmal sollte der Stoff durch Schilderung eigener Erlebnisse anschaulicher gestaltet werden, zum anderen ergab sich damit auch die Möglichkeit, ein Stück Zeitgeschichte lebendig werden zu lassen, das für die Jüngeren unter uns noch nicht selbstverständlicher Teil ihrer Vorstellungswelt geworden ist. Schließlich wollte ich die Chemiewirtschaft der Welt und die Tendenzen ihrer Entwicklung aufzeigen.Ich habe vielen Freunden zu danken, die mir behilflich waren, dort, wo das eigene Gedächtnis Lücken aufwies und die Aufzeichnungen nicht ausreichend auf die menschlichen Beweggründe der historischen Entwicklung eingingen. Hier sei an erster Stelle Ernst Bäumler ge-