Bővebb ismertető
Die grófién Gedenktage - voran 50 Jahre Barmen - und ihre Interpretationswellen vom Gemeindeblatt bis zu den Fachzeitschriften laufen nun auf die Jahreslosung für 1986 hinaus: das 1. Gebot mit der Absage an die anderen Götter. Das besitzt eine unheimliche Stofikraft, wenn nicht gar eine Verunsicherung, ob es denn durchdringen und gelingen möchte, die neuen, weltweiten Füllungen des Namens Jahwe mit den Goldenen Kálbern der Zeit wahrzunehmen, sie zu bezeichnen und ihnen abzuschwören. Die Gottlosigkeit der Nazis war vor 50 Jahren ja gar nicht unser Hauptproblem. Das waren vielmehr die in Begeisterung oder in Perfidie verfálschten Inhalte des Christusglaubens. Sie verdarben das Zeugnis und das Leben des Volkes Gottes. Nicht das Hakenkreuz, sondern das verhakenkreuzte Kreuz vergiftete die Kirche, ihre Glaubwürdigkeit und ihre Wahrnehmungsfáhigkeit für die von den falschen Göttern Gejagten. Ob dergleichen wieder geschieht, unter ungleich globaleren Verschiebungen der falschen Füllungen des Namens Christi? Ja, dafi das schon geschieht, treibt den Autor dieses Bandes um bei Tag und bei Nacht; und zwar in allén Bereichen seiner Wahrnehmungen von Theologie und seinen Begegnungen in Ost und West, nochmehr in Nord und Süd. So beginnt er mit der theologischen Analyse exegetischer Trends im Altén und Neuen Testament; er setzt seine fachkundigen Beobachtungen fort an Aussagen Luthers; an theologischen Akzentsetzungen des Neuluthertums; horcht okumenische Versuche ab und binnendeutsche Reaktion darauf; er führt uns römisch-katholische Pro- und Contra-Stellungnahmen vor, hier und in den beiden Amerikás; er hált uns fest bei der Untersuchung von Auflösungen des Heilsglaubens in Ethik, bzw. bei der Aufdeckung scheinbar reiner Ethisierung als wahrem Heils- oder Götzenglauben; und das alles heute mitten unter uns: Beanspruchungen des Namens Christi für falsche Götter und die damit einhergehende Blindheit für seine hilflosen Brüder. Erst recht stellt er sich der Arbeit an den kaum noch zu durchschauenden Verflechtungen von Öko-, Rüstungs- und Wirtschaftssystemen, die mit dem Namen christlich oder mit der Verteidigung des christlichen Abendlandes gerechtfertigt werden. Wer macht sich kundig? Dieser