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Armand Lanoux lernte als junger Mensch nicht die Sorbonne oder die Ecole Normálé Supérieure kennen, sondern die Vorortzüge von Paris, die morgens und abends ein Heer von Arbeitern und Angestellten zur Arbeit und wieder nach Hause befördern: schon als Fünfzehnjáhriger mufíte er seinen Lebensunterhalt selbst verdienen. Dann kam der Krieg, die entscheidende Wende in seinem Leben. Lanoux suchte dieses Erlebnis schreibend zu überwinden, mit seiner Trilogie Die rasende Grete", in der er eine Antwort geben wollte auf die Fragen nach dem Sinn von Leben und Tod, von Liebe und Hafí, von Krieg und Frieden. Im ersten, stark autobiographischen Román, Der Tote von Volmerange", entláfit er den Leser mit einem Auftrag für die Zukunft: Die Deutschen werden den Krieg verlieren. Man muG ihn zu Ende bringen ..." Die Opfer sollten nicht umsonst gebracht worden sein. Der letzte Román, Wenn das Meer zurückweicht", überprüft die Erfüllung dieses Auftrags. Im Sommer des Jahres 1960 kehrt der Frankokanadier Abel Leclerc in die Normandie zurück, an deren Küste er am ó.Juni 1944 gelandet war. Er will die Hölle wiedersehen. Er findet eine blühende Landschaft und Menschen in ihrem banalen Alltag, die an nichts erinnert werden wollen, das Furchtbare von damals mit Erfolg verdrángen. Entmutigt stellt er sich die Frage, ob die schrecklichen Opfer sich gelohnt habén. Er ist versucht, sie negativ zu beantworten. Aber Bérangére, die Zwiespáltige, Rátselhafte, hilft ihm, sich von seiner einseitigen Hinwendung zur Vergangenheit zu lösen und die Gegenwart zu bejahen, indem sie bewufít seine Illusionen zerstört. Aus tiefster Überzeugung falit er seine Entscheidung: die Freiheit erneut zu verteidigen, wenn sie in Gefahr ist.