Bővebb ismertető
Als der Morgen graute, drangen die Polizisten in das Vorwerk
ein. Diesmal gingen sie geschickt und kühn vor; denn das Ge-
höft war von einer Abteilung deutscher Jäger umzingelt, deren
Maschinengewehre die Polizisten in Schach hielten.
Eine Stunde lang dauerte der Kampf mit der kleinen Parti-
sanengruppe. Danach erstattete der Kommandeur der Polizei-
abteilung dem deutschen Oberleutnant Meldung und ging zum
zweiten Teil der Aktion über. Die Einwohner des in den Grod-
noer Wäldern versteckten kleinen Vorwerks wurden neben
einer großen Scheune zusammengetrieben• Der Oberleutnant
hielt eine Rede, die der Polizeikommandeur übersetzte. Der fa-
schistische Offizier erklärte, die Einwohner des Vorwerks hätten
„ein schweres Verbrechen gegen das Reich verübtindem sie
den Partisanen Unterschlupf gewährten. Kaum hatte er geendet,
jagten Soldaten und Polizisten die Menschen in die Scheune und
steckten sie in Brand.
Ich zoar damals sechs Jahre alt und lebte in Sibirien, aber wie
allen Russen war mir das Leid des Krieges ins Blut und ins
Gehirn gedrungen und hatte sich auf Grund geheimnisvoller
Gesetze tief in mein Bewußtsein geprägt: der kleinste Anstoß
genügte, um in meinem Innern Bilder entstehen zu lassen, die
ich niemals gesehen hatte: Graugrüne, langrumpfige „Messer-
schmitts(< fliegen so niedrig über mich hinweg, daß ich die frem-
den, kalten Gesichter der Flieger zu unterscheiden vermag; ich
erblicke Flüchtlingszüge, sehe, wie eckige, dunkle Tanks Mais-
stauden niederwalzen, und ich sehe auch die kalten, leeren Woh-
nungen in Leningrad. Es gibt Länder, wo man den Faschismus
nicht aus der Nähe kennt, doch wir haben ihn erlebt, und die
Erinnerung daran wird von einer Generation zur anderen
weitergegeben.
Die Scheune brannte also nieder, und wer wollte, sah sich das
mit an; der Polizeichef verhörte vier Partisanen, die man im
Vorwerk gefaßt hatte; von ihrem Schweigen in Wut versetzt,
erschoß er einen von ihnen.
Später wurden die Partisanen am Fluß entlang zur Stadt ge-