Bővebb ismertető
Dieser Schelmenroman erzahlt die humorvoll-bewegten Erlebnisse eines israelischen Schwejk, der in heroischen Zeiten gezwungen wird, den Helden zu spielen - als Geheimdienstagent, Sóidat und Liebhaber. Die Bemerkung Dávid Zutas über eine Stelle aus dem Talmud gilt auch für diesen Román: «Völliger Unsínn natürlich, aber grundsátzlich sehr wahr.» «In der Mitte dieser mitreiflend tiickischen Berg-Sinai-Conférence steht der zum Strand von Tel Aviv hinaustransportierte Konzertflügel, der bessere Tage gesehen hatte: ein satanisch geblödeltes Monument der Sinnlosigkeit, dunkle Bettlade einer Liebelei zwischen schmerzhaften Dissonanzen, verwickelten Klangstrukturen und stándigem Wellenschlag; Szene rosaroten Grauens, umspielt von Geláchter. Vor und hinter ihr Albdruckfetzen der Wirklichkeit - die groften Tage der illegalen Einwanderung, der Nachspuk der erbarmlich zugerichteten letzten Reste der europdischen Juden, der explosive Ausbruch gegen die arabische Vernichtungsverheiflung, das Volk Israel ins Meer zu werfen. Die Selbstqual, im Haft stehenbleiben zu müssen . . . und dazu der nicht totzukriegende jüdische Sinn für das Komische vis-á-vis dem Halsbruch. Yoram Matmors possenreifiender Rigorismus ist unvergleichlich. Lesend und lachelnd fühlt man sich (unbestimmbar) hier an Jack Kerouc, dort an Julius Stettenheims kriegsberichtendes
, dann plötzlich an den jiddisch pointierenden Wien-Amerikaner Alexander King erinnert; von der ironie- und satiregetrankten Silberseele des zeitlich und raumlich naher wohnenden Ephraim Kishon trennt ihn die Kluft einer dem Nihil naheren Generation. Doch unverkennbar halt der Charme seines Witzes die Tradition. , beginnt das fünfte Kapitel, Selbst wenn wir uns verschimmelte Ernstnehmer vorstellen, die über Taktverstöfie und Clownsblödelei nicht hinwegkommen, wird und mufl Matmors unverwüstlicher Geist gegen sie gewinnen. Undenkbar, ihn nicht durch das Stachelschweinfell des allzeit aggressiven Zynismus hindurchzulieben. Davor und dahinter die kleinen Leuchtkáfer seiner Party-Einfalle. Diese Sinndeutung dichterischer Verfremdung ist so bezwingend wie der Ausspruch des phrasentötenden Baruch: » («Stuttgarter Zeitung»). Yoram Matmor, geboren in Rumánien, kam als Junge nach Palástina. Nach drei Kriegen, an denen er teilnahm, studierte er englische Literatur, «weil die Vorlesungen nachmittags waren». Nach dreijahriger Lehrtátigkeit an der Universitát trat er langere Zeit als Schauspieler auf. Leute, die ihn als König in «Macbeth» sahen, sollen, wie Matmor berichtet, geáuflert habén, er sei «der lebloseste Gegenstand gewesen, den sie je gesehen hatten». So zog er es vor, Dramen zu schreiben; ernste, die wenig erfolgreich waren, heitere, die viel Beifall fanden. Yoram Matmor lebt in Tel Aviv.