Bővebb ismertető
Vorwort
Dieses Buch soll allén an der Thematik Interessierten Anregungen geben und zugleich eine Art Lehrbuch-oder Nachschlagefunktion erfüllen. Dabei wollen die Autoren keinen reprásentativenQuerschnittdeswerbe-fotografischen Schaffens der DDR und befreundeter Nachbarlánder bieten. Es wird aber versucht, mit Hilfe einer weitgehend komplexen Darstellung der Gesamt-problematik die gegenwártigen technischen Möglich-keiten und verschiedene erprobte Verfahrensweisen widerzuspiegeln. Besonderes Gewicht hat dabei die Darstellung der Wechselbeziehungen zwischen allén am Entstehen eines Werbefotos Beteiligten, denn die tágliche Praxis beweist standig, dali gerade auf diesem Gebiet noch grolSe schöpferische Potenzen ungenutzt bleiben. Schon bei der Vorbereitung eines Fotoauf-trags arbeiten in der Regei eine ganze Reihe von Spe-zialisten gemeinsam, wie Werbeleiter, Werbeökonom, Texter, Grafiker, Fachberater und Psychologe; sie ent-wickeln Leitidee und Konzeption. In der Phase der un-mittelbaren Bildentstehung wirken dann der Fotograf und gegebenenfalls die Fotomodelle, eventuell bei GrolSauftrágen auch Arrangeur und Dekorateurzusam-men. Wenn es schwierige Regieaufgaben zu bewálti-gen gilt, verstárken oft auch Werbeökonom und Grafiker die Aufnahmegruppe. Analóg dazu zeichnet nach der Vorlage des fertigen Werbefotos ein Kollektív Fach-leute für die spátere Prásentation verantwortlich; Grafiker und Retuscheur sind neben Hersteller und Druck-fachmann die wichtigsten davon. So ist es angemes-sen, von einem gelungenen Werbefoto als dem Ergeb-nis schöpferisch-kollektiver Arbeit zu sprechen. In diesem Band steht das spezifisch Fotografische im Vordergrund, jedoch wird das Foto immer im gröReren Zusammenhang mit der gesamten Werbepraxis ge-sehen. In diesem Sinne soll es zum schöpferischen Weiterverarbeiten hier gebotenen Wissens und in der Praxis geprüfter Erfahrungen anregen. Bei der Vielfalt der in diesem Buch erfalSten Themenkreise bewáhrte sich das Prinzip, Spezialisten verschiedener Gebiete als Mitautoren zu gewinnen, um die einzelnen Pro-bleme sachkundiger und tiefgründiger zu behandeln. Darum dürfen wir hoffen, dalS auch Praktiker der Werbefotografie manches daraus entnehmen können, was ihre eigenen Kenntnisse ergánzt. Neben manchen speziellen fotografischen Fragen werden diesen Kreis vor allém die auf ihre Bedürfnisse abgestimmten Aus-sagen zur Werbetheorie und -praxis interessieren.
Gleichzeitig ist das Buch aber auch für den Werbefach-mann selbst gedacht. Er soll, zumindest ist das beab-sichtigt, innerhalb der fotografisch-technischen und -gestalterischen Themen gewidmeten Kapitel Einsich-ten und Anregungen für die eigene Arbeit finden, auch dann, wenn die Beispiele nicht in jedem Fali sein eige-nes Spezialgebiet angehen. Schlieftlich gehört die Kenntnis der Aufgaben des anderen zu den Grundlagen der Arbeit eines erfolgreichen Kollektivs. Das Erscheinen des Textbildbandes »Fotos in der Werbung« von nahezu dem gleichen Autorenkollektiv im Jahre 1972 schloIS eine Lücke in der einschlágigen Fachliteratur, wie die Vielzahl von Rezensionen bestá-tigte. Auch der jetzt vorliegende neu erarbeitete Band wird, wie zu hoffen ist, seinen Beitrag leisten zur Er-füllung der Forderungen, welche die tágliche Praxis an die sozialistische Werbung stellt. Das insbesondere, als die Fotografie seit langem zu ihren bevorzugten Ausdrucksmitteln gehört. Das láRt sich in fast allén Publikationen beobachten, die werblichen Charakter tragen. Die allgemeine Ausweitung visueller Kommu-nikation und die daraus resultierende zunehmende Gewöhnung des Betrachters, Bilderzu »lesen«,fördern diese Entwicklung noch.
Die in diesem Buch abgedruckten Bildbeispiele können und sollen keinen reprásentativen Querschnitt durch unser Werbefotoschaffen geben. Das mulS noch einmal ganz deutlich gesagt werden. Auch bedeutet die Auswahl keine Wertung im engeren Sinne. Die Werbeabteilungen vieler Kombináté und Betriebe und eine Reihe von Einzelautoren sind gebeten worden, ihre besten Werbefotos bzw. fotografisch gestalteten Werbemittel beizusteuern. Nicht alle reagierten auf diese Einladung, und doch standén mehrere Tausend Bildbeispiele zur Diskussion. Allerdings trafen die Autoren ihre Auswahl nicht im Sinne eines Wettbe-werbs, sondern unter dem Gesichtspunkt, die für einen bestimmten Trend, für eine Gestaltungsmethode, für grafische oder fotografische Techniken jeweils typi-schen Beispiele aufzunehmen. Jede Abbildung steht alsó stellvertretend für eine Vielzahl anderer. Allén denen, die mit Ratschlágen, Ideen, Anregungen, Korrekturen und vor allém mit Bild- und Textbeitrágen am Entstehen dieses Bandes mitgeholfen habén, sei hiermit gedankt.
Das Autorenkollektiv