Bővebb ismertető
VorwortDer Weiterentwicklung der chemischen Industrie, insbesondere der Erdölindustrie und Petrolchemie, in der Deutschen Demokratischen Republik Rechnung tragend, beabsichtigt das Autorenkollektiv mit dem vorliegenden Buch für Verfahrenstechniker, Projektanten, Konstrukteure, Anlagenbauer und -betreiber, Instandhaltungspersonal sowie für Studierende des Werkstoffingenieurwesens, der Verfahrenstechnik und der Verfahrenschemie ein Nachschlagewerk über den Werkstoffeinsatz und Korrosionsschutz in der chemischen Industrie zur Verfügung zu stellen. Die Fülle des Stoffgebietes erlaubt dabei nur die Schwerpunkte zu behandeln, die in der Praxis von der Planung bis zur Instandhaltung von Chemieanlagen besondere Bedeutung haben. Durch zahlreiche Tabellen und Diagramme soll dem Leser die Möglichkeit gegeben werden, sich schnell einen fundierten Anhalt über das Werkstoffverhalten unter verschiedenen Betriebsbedingungen zu verschaffen.Hauptanliegen des 1. Abschnitts Grundsätze für den Werkstoffeinsatz und Korrosionsschutz <( ist es, die Bedeutung der organisatorischen und fachlichen Verflechtung zwischen Verfahrensentwicklung, Investitionsvorbereitung, Konstruktion, Fertigung, Realisierung und Betrieb einschließlich der Instandhaltung von Chemieanlagen herauszuarbeiten und Lösungswege für die Organisation des Korrosionsschutzes in den Betrieben der chemischen Industrie und für die ökonomische Auswahl von Werkstoff -und Korrosionsschutzverfahren zu geben.Im 2. Abschnitt Werkstoffe werden aus der Fülle von Konstruktionswerkstoffen nur jene hinsichtlich Anwendung, Eigenschaften und Verarbeitung näher beschrieben, die im Chemieanlagenbau mengenmäßig oder wegen ihrer spezifischen Eigenschaften eine Vorzugsstellung einnehmen. Die zusätzliche Angabe von Standards und Literaturstellen erschließt die Möglichkeit zur Vertiefung des Stoffes.Mit dem 3. Abschnitt Angreifende Medien wird das Ziel verfolgt, das Verhalten technisch interessanter Werkstoffe in Medien, die erfahrungsgemäß in Chemieanlagen am häufigsten auftreten und wiederholt Ursache von Störungen und Korrosionsverlusten sind, zu charakterisieren.Im 4. Abschnitt Spezielle Schutzmaßnahmen werden verschiedene Verfahren beschrieben, die unter besonderen Angriffsbedingungen bereits traditionelle Verwendung finden, wie z.B. Feuerungs- und Säurebau, und solche, deren breitere Anwendung teilweise die Schaffung eines entsprechenden technisch-wissenschaftlichen Vorlaufes erfordert, wie z. B. temporärer und elektrochemischer Korrosionsschutz. Dem 5. Abschnitt bleibt die Besprechung charakteristischer Werkstoff- und Korrosionsprobleme in ausgewählten, für die Volkswirtschaft der Deutschen Demokratischen Republik wichtigen großtechnischen Anlagen vorbehalten. Die hier mitgeteilten unmittelbaren Betriebserfahrungen können in sehr vielen Fällen als Ergänzung zum Abschnitt 3. angesehen werden.Durch die Betrachtung des Stoffgebietes unter den verschiedenen Aspekten der einzelnen Abschnitte soll besonders dem Praktiker die Möglichkeit gegeben werden, seinem speziellen Arbeitsgebiet entsprechend schnell Rat und Lösungswege zu finden. Die Autoren hoffen damit einen Beitrag zu leisten, daß eine merkliche Reduzierung der hohen volkswirtschaftlichen Verluste durch Werkstoffüberbeanspruchung erzielt wird und daß eine Verbesserung der Materialökonomie in allen Kombinaten und Betrieben der chemischen Industrie eintritt.