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Weltwirtschaftsforum Daves, Februar 2007
Der britische (Noch-)Premier Tony Blair stürmt aus dem Tagungshotel Belvedere, umringt von Leibwächtern, Mitarbeitern und Fotografen. Für einen Moment legen der Politiker und seine Entourage den Betrieb komplett lahm. Aus dem Hintergrund beobachtet ein distinguierter weißhaariger Herr, offensichtlich asiatischer Herkunft, das Schauspiel. Er wird von keinem Menschen hier beachtet.
Die kleine Szene hat Symbolcharakter. Blair, der Politiker, hat im Schweizer Skiort über Globalisierung geredet. Der vornehme Senior aber, Azim Premji, treibt sie jeden Tag voran.
Der Inder Premji ist Gründer und Chairman des IT-Dienstleisters Wipro in Bangalore. Sein Vermögen wird auf mehr als zehn Milliarden Dollar taxiert. Wipro arbeitet für Unternehmen aus allen westlichen Industrieländern. Die Namen der Klienten behandelt er diskret; er weiß, dass die Verlagerung von Dienstleistungen nach Indien in den Heimatmärkten seiner Kunden nicht gerade imagefordernd wirkt, weil sie meist mit dem Verlust von Arbeitsplätzen einhergeht. Dann hat die Politik - gleichgültig ob in den USA, in Großbritannien oder der Bundesrepublik - wieder einen Grund zur Klage.
Ein gern genutztes Ritual. So präsentiert man der Öffentlichkeit immer mal wieder den einen oder anderen Sündenbock und fordert ökonomischen Patriotismus. Das aber