Bővebb ismertető
Vorwort
Ich möchte auch glückHch sein! Ich möchte mich verändern! Wie kann ich meine Angst überwinden und meine Fesseln lösen? Wer hilft mir neue Wege zu finden? Wie werde ich meine Schuldgefühle, meine Depression, meine Selbstunterdrückung und meine Abhängigkeiten los? Wie viel an Veränderung darf ich zulassen? Was ist wirklich gut für mich? Wie entkomme ich krankmachenden Strukturen? Was läßt mich wirklich leben? Darf ich selber sein?
So und ähnlich höre ich es, wenn ich Menschen begleite, die (oft schon krank) von ihrer bisherigen Lebensgestaltung genug haben und sich ehrlich verändern wollen. Aus solchen Begegnungen betroffen, denke ich selber auch noch intensiver über diese Herausforderungen nach und versuche neue Horizonte zu erpähen. Immer deutlicher kommt mir dabei die Einladung in den Sinn, „die Mitte" zu erspüren, zu erfragen, zu suchen und einfach zu leben. Was es bedeuten könnte, aus der Mitte zu leben, inmitten des Lebens zu sein, dem möchte ich in diesem Buch nachgehen und nachspüren. Was ich dabei finden, sehen, hören, fühlen, erfragen und gestalten kann, möchte ich Ihnen, geschätzte Leserin und geschätzter Leser, anbieten. Es sollen dabei keine fertigen Lösungen herauskommen, sondern Frag-würdiges! Versuchen wir einmal alle Denkverbote und auferlegten Einordnungen loszulassen und vertrauen wir uns spontaner Lebendigkeit an! Wagen wir es zu träumen, zu bewegen, zu verändern, zu suchen, zu fühlen also ursprünglich und unbegrenzt aus der Mitte zu leben! Mögen Texte und Bilder dazu einladen und Sie und mich befreien
Mit Ihnen in der Sehnsucht nach mehr Leben verbunden
Franz Schmatz
Sind wir zur Mitte-losigkeit verführt
Viel ist in unserer Zeit von Befreiung, von Selbständigkeit und von freier Lebensgestaltung die Rede. Aber der erste Eindruck scheint zu täuschen. Oft regiert die Oberflächlichkeit, die Zufriedenheit mit den ersten Schritten einer Veränderung und der schwache Trost, daß es schon schlimmer gewesen sein mag. So werden dann vorhandene Träume ignoriert und verdrängt, vorhandene Kräfte brach liegen gelassen und das Vorhandene wird bereits zum Ziel erklärt.
Wir hätten heute in der Tat erfüllenderes Leben zum Greifen nahe. Die Tore in das weite Feld blühenden Lebens stehen uns weiterhin offen. Wir brauchten nur zu gehen und zu leben. Was hindert uns daran? Im Grunde sind es unsere Abhängigkeiten, die uns so vertraut sind, daß wir sie fälschlicherweise beinahe schon als Schutz und Hilfe empfinden. Es wird uns fast jeder Schritt eingeredet, vorgemacht und auch aufgezwungen. Dadurch blockiert, bleiben wir im Randbereich des Lebens. Wir leiden, klagen, jammern und bleiben dann krank und erstarrt stehen. Bildlich gesprochen lagern wir in der Nähe von Oasen und sind trotzdem auf die Wüste fixiert. Jene, die uns das in Erinnerung rufen und uns auf Quellwasser guten Lebens aufmerksam machen sollten, können es selber nicht mehr, weil sie die Erstarrung der Lebendigkeit vorgezogen haben. Schule, Kirche und andere Institutionen scheinen selber durch die Systemwerdung das Leben und auch den Menschen in seiner Ganzheit aus dem Blickfeld verloren zu haben. Die Mitte-losigkeit ist ihr eigenes und eigentliches Problem geworden. So erzählen sie nicht mehr begeistert und begeisternd von der Mitte des Lebens, sondern kreisen verstärkt um ihre Hilflosigkeit und Unfähigkeit, dem Leben und so auch dem Menschen zu dienen. Ihr Kreis wird immer enger, ihre Ausstrahlung immer geringer und statt Erneuerung wird der Herrschaftsanspruch intensiviert. Gleichzeitig bekommt der einzelne Mensch aber die Chance, sich zu besinnen, sich selber auf den Weg zu