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1.
Als erstes hatte mich der Elbhang persönlich gefragt. In Form einer dieser jungen, mädchenhaften Frauen, die sich des Dresdnerischen mit Munterkeit bedienen und trotz verlorener Revolution, Ehe und anderer Widrigkeiten mit den Jahren immer jünger und mädchenhafter geworden sind. Von der anderen Elbseite war sie extra herübergekommen und mir auf dem Feldweg entgegengerollt, in einem offenen Cabriolet, in dem sie, trotz meiner kritischen Haltung zu Fahrzeugen dieser Art, allein schon durch ihre ausführlichen Locken eine Bereicherung des Erzgebirges darstellte. »Hallo Dornas!« rief sie, und während ich mich noch darüber ärgerte, daß nun auch meine Elbhangdresdner »Hallo« zu mir sagten, war sie bereits aus dem Wagen gesprungen; barfuß übrigens.
»Hallo Biggi«, sagte ich. Und - Küßchen links, Küßchen rechts - das hatten wir früher doch auch irgendwie anders gemacht - erwähnte sie das Elbhangfest.
Nun ist es ja so, daß der Elbhangdresdner das Elbhangfest immer erwähnt, wenn er etwas sagen will. Da er aber eigentlich immer etwas sagen will, erwähnt er das Elbhangfest eigentlich immer, in diesem dialektal eingefärbten, kulturell angehauchten Munterkeitston, der Verkehrsform und Ergebnis der Dresdner Lebensweise ist. Doch während der Dresdner persönlich eher zur Zurückhaltung neigt, was Selbstbeurteilung betrifft, kulminiert im Elbhangfest alljährlich die kollektive Selbstüberwältigung. Die Verblüffung, daß
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